Mitteldeutsche Zeitung: zu TV-Hersteller Loewe

Mit Loewe steht einer der letzten heimischen
TV-Gerätehersteller vor dem Aus. Grundig, Telefunken, Saba – Namen
wie diese sind ohnehin längst von der Bildfläche verschwunden oder zu
bloßen Marken in der Hand ausländischer Konzerne geworden. Mit einer
Radikalkur will der erst seit wenigen Monaten amtierende Loewe-Chef
Matthias Harsch das schier Unmögliche schaffen. Er plant, die selbst
gewählte Hochpreisnische zu verlassen und das Siegel "made in
Ger

Mitteldeutsche Zeitung: zu deutscher Hilfe für die türkische Polizei

Immer wieder verheddert sich die Bundesregierung mit
ihrer "Ausbildungs- und Ausstattungshilfe" für Polizei und Militär
fremder Länder zwischen den Fronten und macht sich mit zwielichtigen
Regimen gemein. So geschehen in Jemen, Marokko, sogar in Somalia. Und
nun auch in der Türkei, wo die Polizei sich erst mit deutscher
Technik und Taktik aufrüsten ließ und dann gegen friedliche
Demonstranten losschlug? Nicht ganz. Es wäre unfair, die Türkei

Mitteldeutsche Zeitung: zu Q-Cells

Wenn formal nichts falsch war, ist etwas noch lange
nicht richtig. Von der Osten war zumindest beteiligt an der
öffentlichen Förderung des Solar-Unternehmens Q-Cells, an dem er
privat Anteile hielt. Moralisch ist das ein Interessenkonflikt. Den
kann es in vielen Jobs geben. Aber den Konflikt muss man dann seinem
Arbeitgeber fairerweise wenigstens offenlegen: Der kann den
Mitarbeiter vom Fall abziehen oder extra kontrollieren, um dem
Verdacht der Mauschelei vorbeugen zu könn

Thomas Filor: Sind Immobilien immer Betongold?

Magdeburg, 16.07.2013. Glaubt man den Verkäufern von Immobilien, führt am Erwerb von Immobilien als Sachwert kein Weg vorbei. Es ist dabei insbesondere die Euro-Verdrossenheit oder gar die Angst vor der Abwertung des Euro, die viele Menschen zum Immobilienkauf motivieren. Hinzu kommen niedrige Kreditzinsen, die einen Kauf erleichtern. Auch derzeit wieder steigende Einkommen und positive Zukunftsaussichten für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind förderlich. Investoren erw

Mitteldeutsche Zeitung: Deutschland-Fonds Ostbeauftragter Bergner reagiert skeptisch auf Vorstoß

Reserviert hat die Bundesregierung auf den Vorschlag
der Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen-Anhalt, Christine
Lieberknecht und Reiner Haseloff (beide CDU), reagiert, den
Solidarpakt ab 2019 durch einen Deutschlandfonds zu ersetzen. "Da
wird das Pferd vom Schwanz aufgezäumt", sagte Christoph Bergner
(CDU), Ost-Beauftragte der Bundesregierung, der in Halle
erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe). "Es kommt
darauf an, nach dem Auslaufe

Mitteldeutsche Zeitung: zum Deutschlandfonds

Der Vorstoß ist kein großzügiges Angebot, sondern
spiegelt einfach nur die Realitäten wider. Allein 156 Milliarden Euro
garantiert der Solidarpakt II, der im Jahr 2005 in Kraft trat, dem
Osten bis zum Auslaufen. Mit diesem Geld verschieben sich die
Ungleichgewichte. Strukturschwache Regionen gibt es im Westen
inzwischen genauso wie im Osten, im Norden oder im Süden. Da ist ein
Deutschlandfonds, der diese unterstützt, nur folgerichtig. Weitaus
höhe

Mitteldeutsche Zeitung: zur Riester-Rente

Nachdem die Zahl der Riesterverträge über Jahre gestiegen ist, sinkt
sie nun. Weit mehr als zehn Millionen sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte haben noch keinen Riester-Vertrag. Andere zahlen nur
geringe Beträge ein oder haben das Sparen aufgegeben. Die
Zurückhaltung hat gute Gründe. Zu viele Riester-Verträge sind teuer
und intransparent.
Was die Politik erreicht hat: Der Rentenbeitrag ist stabil geblieben,
ja, er sinkt sogar. Den Preis dafü

Mitteldeutsche Zeitung: zur AfD

Die Partei ist in der Wirklichkeit angekommen. Vor
Monaten haben Demoskopen ihr ein Potenzial um die 20 Prozent
bescheinigt. Auf die berühmte "Sonntagsfrage" sind derzeit um die
drei Prozent übrig geblieben. Aber immerhin hat die AfD die formalen
Voraussetzungen für die Teilnahme an der Bundestagswahl geschafft.
Nun gilt es, daraus Stimmen zu machen. Sollten es am 22. September
nicht genug sein, lautet die Existenzfrage der Partei: Wird Bernd
Lucke sich das weite