Thüringische Landeszeitung: Kein echtes Vertrauen / Kommentar von Florian Girwert zur gelungenen griechischen Schuldenaufnahme über Staatsanleihen

Wer hätte noch vor einem Jahr erwartet, dass
griechische Staatsanleihen überhaupt jemals wieder von irgendjemandem
gekauft werden? Viele werden es nicht gewesen sein, ist doch der
Erwerb dieser Wertpapiere an ein erhebliches Vertrauen gegenüber dem
Schuldner geknüpft. Nun muss Griechenland also nicht einmal fünf
Prozent Zinsen für seine Schulden zahlen – Kassenkredite in Thüringen
waren vor Jahr und Tag für die öffentliche Hand deutlich teurer.

Thüringische Landeszeitung: Empörung verpufft / Kommentar von Matthias Benkenstein zum Wechsel an der Spitze des NSA-Untersuchungsausschusses

Der Start des NSA-Untersuchungsausschusses hätte
wirklich nicht schlechter sein können. Die Opposition will Edward
Snowden anhören, und zwar schnell. Die Koalition bremst und vertagt
die Entscheidung. Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier auf Zeit
gespielt werden soll.

Denn zum einen müsste Deutschland wegen einer Befragung Snowdens
bei der russischen Regierung um Amtshilfe bitten. Das ist schwierig,
weil die Beziehungen wegen der Krim-Krise auf einem Tiefp

ALAG: Doch Schadensersatz für Anleger?

ALAG: Doch Schadensersatz für Anleger?

10. April 2014. Der Bundesgerichtshof hat im Fall der geprellten Anleger der ALAG Automobil AG & Co. KG ein Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts aufgehoben. Damit, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS) können ALAG-Anleger, die seit 2009 um ihr Geld bangen, neue Hoffnung schöpfen.

Viele Anleger der ALAG Automobil AG & Co. KG (fortan ALAG), die seit vielen Jahren um ihr eingesetztes Kapital bangen, können nun doch auf Schadensersatz hoffen. Nachdem ein An

Thüringische Landeszeitung: Elend der Opposition / Kommentar von Hartmut Kaczmarek zur Generaldebatte im Deutschen Bundestag

Das ganze Elend der Opposition wurde gestern im
Bundestag deutlich: Drei Stunden durften sich Union und SPD
gegenseitig – mehr oder weniger – loben , für die schmale Opposition
von Grünen und Linken blieb gerade mal eine Stunde Redezeit. Und die
Koalitionspolitiker erweckten nicht den Eindruck, als ob sie die
Kritik von Katja Kipping oder Katrin Göring-Eckardt überhaupt
interessieren würde. Ihre Mehrheit ist so erdrückend groß, dass die
Opposition im Pa

Thüringische Landeszeitung: Bedingungslose Liebe / Kommentar von Sibylle Göbel zu den rückläufigen Adoptionsbewerbungszahlen in Thüringen

Lange Jahre mussten in Deutschland Paare, die ein
Kind adoptieren wollten, vor allem eines aufbringen: viel Geduld.
Denn es gab stets weit mehr Adoptionsbewerber als Kinder, die zur
Adoption freigegeben wurden. Rein rechnerisch kamen auf ein Kind bis
zu zehn potenzielle Adoptiveltern, Wartezeiten von drei bis fünf
Jahren waren nicht selten.

Für die Jugendämter hatte das den Vorteil, dass sie aus vielen
Paaren auswählen und Kinder in die Familie geben konnten, die a

Thüringische Landeszeitung: Wer wann mit wem / Kommentar von Gerlinde Sommer zum EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung

Wir alle stehen unter Generalverdacht. Wer wann mit
wem Kontakt hatte, das soll vorbeugend festgehalten werden. Diese
Idee steckt hinter der Vorratsdatenspeicherung. Verkauft wird uns das
natürlich als Schutzmaßnahme. Es müssen immer anonyme Dritte
herhalten, die für uns zur Bedrohung werden könnten. In diesem Falle
wäre dann die Bevorratung eine Aufklärungshilfe…

Nun haben allerdings die Luxemburger EU-Richter dieser Praxis
einen Riegel vorgeschoben

Altersdiskriminierung – Alltag in Deutschland

Altersdiskriminierung – Alltag in Deutschland

8. April 2014. Altersdiskriminierung scheint in Deutschland tolerierter Alltag zu sein. Obwohl sich immer mehr Gerichte mit der Altersdiskriminierung auseinandersetzen müssen, werde sie von eine Großteil der Gesellschaft noch immer geduldet, so der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD) in Jena.

Altersdiskriminierung ist in Deutschland allgegenwärtig. Besonders im Berufsleben ist sie weit verbreitet. Doch kaum jemand, der betroffen ist, geht dagegen vor. Uwe H