Schwäbische Zeitung: Kommentar zum AOK-Fehlzeitenreport – Betäubte Arbeitswelt

Betäubte Arbeitswelt

Immer mehr Menschen ertragen ihren Arbeitstag nur unter Drogen.
Das ist das Erschreckende am Fehlzeiten-Report der AOK. Die Tatsache,
dass Arbeitnehmer zunehmend aus Druck, Versagensangst und Überlastung
in die Sucht gleiten, ist weitaus alarmierender als der
wirtschaftliche Schaden für die Krankenkassen und Unternehmen.

Die ganze Welt blickt mit großem Respekt auf die
Leistungsfähigkeit Deutschlands. Aber viele pflichtbewusste
Leistungs

Rheinische Post: Risiko Sucht = Von Reinhard Kowalewsky

Die Untersuchung der AOK zum Suchtverhalten der
Deutschen beinhaltet zwei gute Nachrichten: Junge Leute trinken
weniger Alkohol als oft vermutet. Und: Es sind eher wenige Frauen,
die täglich ein Glas Wein oder Bier trinken. Trotzdem hat die Studie
einige ernüchternde Ergebnisse: Wenn in einem Jahr allein bei den 11
Millionen AOK-Mitgliedern 2,4 Millionen Arbeitstage direkt wegen
Suchtproblemen ausfallen, dann deutet dies auf Hunderttausende
schwierige Schicksale hin: Denn es geh&

Rheinische Post: Lehren für die Fahnder = Von Rena Lehmann

Für die Familien der Opfer wird der
Abschlussbericht des NSU-Ausschusses kaum befriedigend sein. Die
verpatzten Ermittlungen um die Morde an Ehemännern, Brüdern oder
Vätern werden dort mit Schlampereien und Eifersüchteleien zwischen
Behörden erklärt. Nachgewiesen wird überdies, dass Ermittler aufgrund
von Vorurteilen gegen Ausländer die Täter in der organisierten
Kriminalität statt unter Rechtsextremen suchten. Zu spät stieß

Börsen-Zeitung: Wenn die Bilanz drückt, Kommentar zu HSBC Trinkaus von Annette Becker

Es ist schon ein echtes Luxusproblem, mit dem
sich HSBC Trinkaus konfrontiert sieht. Denn während die Wettbewerber
auf dem deutschen Bankenmarkt mit dem Abbau ihrer Risikoaktiva
beschäftigt sind, drückt die Düsseldorfer die Bilanz, und zwar auf
der Passivseite. Die Kundeneinlagen haben mit 14 Mrd. Euro – ein
Zuwachs im ersten Halbjahr um satte 17 % – einen neuen Rekordstand
erreicht, während das Kreditvolumen gerade einmal 5 Mrd. Euro
erreicht.

Es liegt also e

Rheinische Post: Gesamtschulen haben Fairness verdient = Von Gerhard Voogt

Gesamtschüler in NRW scheitern häufiger am
Zentralabitur und erzielen in den einzelnen Fächern schlechtere
Durchschnittsnoten als Gymnasiasten. Das belegt die Statistik, die
NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) jetzt vorgelegt hat. Ein
Beleg dafür, dass das Gymnasium die überlegene Schulform ist? Dieser
Schluss wäre unfair. Viele Schüler, die an der Gesamtschule Abitur
machen, hatten keine Empfehlung, zum Gymnasium zu gehen. Das Abitur
d

Weser-Kurier: Kommentar zur Entwicklung der Mietpreise

Die jetzt schon mögliche "kleine Mietpreisbremse"
kann die Preistreiberei nicht stoppen. Insofern macht eine
Zehn-Prozent-Deckelung bei Neuvermietungen dort einen Sinn, wo der
Markt aus den Fugen geraten ist – in Hamburg-Blankenese etwa oder den
schicken Vierteln Berlins. Ein Allheilmittel für alle Probleme auf
dem Wohnungsmarkt ist die Deckelung indes nicht, auch wenn uns das
die Parteien – mit Ausnahme der FDP – momentan vorgaukeln wollen. Die
Probleme sind von Ort zu

Weser-Kurier: Kommentar zum AOK-Fehlzeiten-Report

Es scheint kühn, aus dem Fehltage-Report die
Einschätzung zu gewinnen, dass das Leben ein Jammertal ist. Es ist
noch nicht lange her, da war es nicht weiter ungewöhnlich, dass am
Arbeitsplatz getrunken wurde: Cognac in den Chefetagen, Burgunder bei
den Kreativen und Bier auf der Baustelle. Hoch die Tassen, so jung
kommen wir nie wieder… Wie viele Mitarbeiter jedweden Berufs waren
wohl so gut wie jeden Tag betäubt? Wie viele waren suchtkrank, auch
wenn sie keine Fehlta

Landeszeitung Lüneburg: Mindestlohn befriedet Branchen / Arbeitsministerin Ursula von der Leyen pocht aber auf tarifliche Lösungen und will gegen ScheinwerkvertrÌge vorgehen

Minijobs, Leiharbeit, Mindestlöhne,
Familiensplittung, Lebensleistungsrente – Bundesarbeitsministerin Dr.
Ursula von der Leyen hat viele Baustellen. Die CDU-Politikerin sieht
sich als VorkÌmpferin fär Familien und Geringverdiener. Und das will
sie auch nach der Bundestagswahl bleiben. Sollte Schwarz-Gelb erneut
die Regierung stellen, wird es eine Frauenquote für Aufsichtsräte
börsennotierter Unternehmen geben, kündigt die Ministerin an.

Vorausgesetzt

Stuttgarter Zeitung: Das Versagen des Westens / Kommentar zu Syrien/Giftgas

Kaum jemand zweifelt mehr daran, dass Baschar
al-Assad den Giftgasangriff auf die Rebellen befohlen hat. Der
Diktator hat damit nicht nur Hunderte von Menschen auf grausame Weise
getötet, sondern auch der Weltöffentlichkeit ihre Hilflosigkeit vor
Augen geführt. Wo bleiben die "enormen Konsequenzen", mit denen
US-Präsident Barack Obama vor einem Jahr gedroht hat, sollte das
Regime tatsächlich Giftgas gegen die Rebellen einsetzen?

Zu lange hat der Westen