Weser-Kurier: Zur Zukunft der Warenhäuser schreibt Maren Beneke:

Ist es wirklich eine Überraschung, dass mehr als 80
Prozent der jungen Erwachsenen selten oder nie in einem Kaufhaus zu
finden sind? Nicht wirklich, denn die Konkurrenz aus dem Internet
oder durch die großen Ketten ist übermächtig. Für junge Menschen
zieht das Argument "alles unter einem Dach" einfach nicht mehr, denn
die große weite Welt ist nur einen Klick entfernt – und dort oftmals
günstiger und praktischerweise gleich mit Bewertungen ander

Weser-Kurier: Zum Wirtschaftsstandort Bremen schreibt Andreas Kölling:

Alles nicht so schlimm, wenn 100 Arbeitsplätze
verloren gehen? Hallo, geht–s noch? Das ist sehr schlimm, denn es ist
nur der Anfang. Für die kommenden 15 Jahre prognostiziert eine Studie
des Beratungsunternehmens PwC einen Rückgang der Erwerbstätigen in
Bremen um fast fünf Prozent. In der Region München wird im selben
Zeitraum die Erwerbstätigkeit etwa um den gleichen Prozentsatz
zulegen. Und auch im ländlich geprägten Westniedersachsen wird sich

Stuttgarter Nachrichten: zu EU-Asylpolitik

Die europäische Asylpolitik ist ein Beispiel
dafür, dass sich die EU gern selbst überholt. Das erste Dubliner
Übereinkommen wurde 1990 unterzeichnet – damals von zwölf
Mitgliedstaaten. Als die Regelung 1997 in Kraft trat, waren es schon
vier Staaten mehr. Drei EU-Erweiterungen und zwei weitere
Überarbeitungen des Abkommens lassen heute 28 Mitgliedstaaten mit
Dublin III ringen. Das Problem: Die Verordnung kam, bevor
einheitliche Standards in den Staaten herrsc

WAZ: Wenn aus Siegern Verlierer werden – Kommentar von Wolfgang Mulke

Bei der Bahn könnte es zu einem ähnlich schweren
Arbeitskampf kommen wie beim großen Lokführerstreik vor einigen
Jahren. Denn es steht wie damals eine grundsätzliche Forderung auf
dem Verhandlungszettel der GdL: Sie will auch in anderen
Berufsgruppen Fuß fassen und am liebsten das gesamte Zugpersonal
vertreten. Lässt sich die Bahn darauf ein, steht sie in einem
ständigen Konkurrenzkampf zwischen zwei Bahngewerkschaften, die sich
ständig &uuml

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Beamtenbesoldung Es bleibt Enttäuschung BERNHARD HÄNEL

Begeisterungsausbrüche waren aus den Amtsstuben,
Polizeibehörden und Lehrerzimmern nicht zu hören, als das Ergebnis
des "zähen Ringens" um eine verfassungsgemäße Besoldungsanpassung für
die Beamten in NRW bekannt wurde. Dafür ist das Ergebnis zu mau. Es
trägt aber der Finanzsituation des Landes Rechnung. Nicht von
ungefähr erklärten Beamtenbund und DGB den Streit nicht nur für
beendet, sondern versperrten im selben Atemzu

WAZ: Mehr Kontrollen fürs Herz – Kommentar von Petra Koruhn

Für die, die auf ein neues Herz warten, gibt es kaum
eine schlimmere Nachricht: Abermals soll bei der Organvergabe
gepfuscht worden sein. Das Vertrauen zu den Ärzten ist erschüttert.
Mal wieder.

Es ist erst zwei Jahre her, da hat der Göttinger
Organspendeskandal um Spenderlebern für Entsetzen gesorgt. Jetzt also
das Herz. Es gab berechtigte Hoffnung, dass sich nach Göttingen etwas
grundsätzlich verbessert: Verstärkte Kontrollen sollten die
hochsens

NRZ: Remmel will Bio-Landbau stärker fördern Prämien für Ackerbau und Gemüse sollen bis zu 30 Prozent angehoben werden

NRW-Agrarminister Johannes Remmel (Grüne) will den
Bio-Landbau stärker unterstützen. Ab dem kommenden Jahr sollen die
Prämien für Bauern, die bei Ackerbau und Gemüse auf ökologische
Landwirtschaft umsatteln, um neuerliche 20 bis 30% angehoben werden.
"Mit der Erhöhung möchten wir weitere Anreize setzen, mehr
Bioprodukte in Nordrhein-Westfalen selber zu produzieren", sagte
Remmel im Interview mit der NRZ. Derzeit ist landesweit nur etwa

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Der Fußball hat uns wieder Liga des Weltmeisters Thomas seim

Es geht wieder los. Endlich – hört man die eine
Hälfte des Himmels stöhnen. Schon wieder, raunt genervt die andere.
Nun gut: Im Jahre der Fußball-WM mit dem Titel Nummer vier für die
deutsche Nationalelf ist das Interesse allgemein etwas gewachsen. Wir
sind wieder wer! Wirtschaftlich und politisch schon lange. Sagt man.
Jetzt liegen wir auch im Fußball ganz vorn. Man könnte sich fast
gemütlich zurücklehnen und der wunderbaren Leistungen harren,

Neue Westfälische (Bielefeld): Bad Oeynhausener Herzchirurg: „Das ist ein Desaster“

Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und
Vascularchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, ist
entsetzt über den Manipulationsverdacht am Herzzentrum in Berlin.
"Das ist ein absolutes Desaster. Das reicht, um das mühsam
wiederhergestellte Vertrauen in die Organspende erneut zu zerstören",
sagt der Herzchirung an Europas größtem Herzzentrum der in Bielefeld
erscheinenden Neuen Westfälischen (Samstagausgabe). Gummert fürch

Westdeutsche Zeitung: Land muss das Wohl aller im Blick haben = von Peter Kurz

Zeitweise keine Beförderungen, keine
Neueinstellungen, nur noch Leitungswasser für Gäste der Staatskanzlei
– die Haushaltssperre nach dem Beamtenbesoldungsurteil des
NRW-Verfassungsgerichts vom 1. Juli konnte man auch so verstehen:
Seht her, weil die Beamten höhere Bezüge einklagen, müssen jetzt alle
den Gürtel enger schnallen. Die Botschaft: Der auf seine Rechte
pochende Beamte ist der Sündenbock. Das ist er natürlich nicht. Es
ist nicht verwerf