Im dreizehnten Jahr ihres Bestehens
steht die Europäische Währungsunion vor dem Zusammenbruch. Werden
sich Europas Politiker entschließen, die Union zu Grabe zu tragen?
Oder sind sie bereit, ihr neues Leben einzuhauchen, in dem sie die
Gemeinschaft intensivieren? Das wird sich in den kommenden Wochen
entscheiden.
Die Situation ähnelt der, in der sich 1790 die jungen Vereinigten
Staaten von Amerika befanden. Auch die USA standen damals wegen
ökonomischer Probl
Frankreich hat einen Verbleib von Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi in seiner Heimat nicht ausgeschlossen. Der französische Außenminister Alain Juppé hat dies als Lösung für den Konflikt in Libyen am Mittwoch vorgeschlagen. Allerdings müsse Gaddafi in diesem Zuge auf seine zivile und militärische Verantwortung verzichten. Eine der ins Auge gefassten Möglichkeiten sei, dass Gaddafi unter einer Bedingung im Land bleibe: "dass er deutlich vom poli
Jetzt muss Cameron selbst um seinen
Posten zittern. Auch wenn ihm die skandalösen Bespitzelungspraktiken
der Presse nicht anzulasten sind, zweifeln die Briten jetzt am
Urteilsvermögen des jungen Premiers, der auch privat allzu sehr mit
dem Murdoch-Clan fraternisierte. Interessanterweise sind es aber
weniger die politisch-privaten Verflechtungen, die die Briten stören.
Nein, die große Empörung über die Nähe der Politik zu Murdoch ist
erst ausgebrochen
Den deutschen Schulministern hat es entweder an
Intelligenz oder an Einsicht gefehlt, als sie für das Jahr 2011 die
Ferienstarts der drei größten Bundesländer praktisch auf ein
Wochenende legten. Jeder Schulanfänger hätte das solider geregelt.
Aber das ist nur ein Grund, warum dieser Samstag für viele
Pkw-Urlauber nervig werden könnte.
Der andere liegt in der verrottenden, kaputt gefahrenen Substanz
des Straßennetzes. Allein bei 300 Autoba
Wenn die US-Raumfähre "Atlantis" heute auf dem
Weltraumbahnhof von Cape Canaveral in Florida aufsetzt, geht eine Ära
zu Ende. Gut vier Jahrzehnte nach der ersten Mondlandung
verabschieden sich die USA von einem eigenständigen Weltraumprogramm
– zumindest fürs erste. Künftig sind die einstigen All-Pioniere der
Nasa auf russische Raketen angewiesen.
Ob die geplante Neuauflage des Space-Shuttle-Projekts tatsächlich
kommt, steht angesichts der drohen
Helmut Kohl hat dementiert, über Angela Merkel
gesagt zu haben: "Die macht mir mein Europa kaputt!" Das Dementi
trägt zur Wahrheitsfindung nichts bei – Kohl würde den Ausspruch
immer bestreiten, ob er ihn getan hat oder nicht. Und in jedem Fall
passt er zur Lage. Er passt zum Eindruck, den viele europäische
Partner angesichts des Kurses der Kanzlerin in der Schuldenkrise
haben. Er passt zur Sorge ihrer Parteifreunde auf EU-Ebene, die
Merkel aufgefordert haben
Nur Transparenz verhilft Verbrauchern gegenüber
Unternehmen zu etwas mehr Waffengleichheit. Deshalb ist die
Initiative zur öffentlichen Nennung von Tricksern und Täuschern in
der Lebensmittelindustrie richtig. Die Wirtschaft klagt zu Unrecht
über einen Internetpranger. Wer die Kunden nicht hinters Licht führt,
hat hier nichts zu befürchten. Bei allem Fortschritt für die
Konsumenten werden im Kampf gegen irreführende Produktwerbung nicht
alle Probleme
Aufgeregte Seelen wollen im britischen
Abhörskandal schon ein neues Watergate erkennen. So schlimm ist es
jedoch nicht. Die Affäre ist für Premierminister Cameron peinlich,
aber sie wird ihn kaum seinen Job kosten. Was könnte man ihm auch
vorwerfen? Naivität vielleicht, weil er sich auf die
Unschuldsbeteuerungen von Andy Coulson verließ, als er ihn als
Berater einstellte. Jetzt sieht sich der ehemalige Chefredakteur der
News of the World tief in den Abhö
Auch wenn es Unternehmen, die so etwas
herstellen, nicht passt, müssen sie nun damit leben, dass im Internet
an prominenter Stelle über die Produkte diskutiert wird. Ihre
Schutzbehauptung, sie würden vielleicht gegen den guten Geschmack,
aber nicht gegen rechtliche Vorgaben verstoßen, entlarvt sich selbst.
Und ist als Aufforderung an den Gesetzgeber zu verstehen, im
Verbraucherschutz weiter nachzubessern.
Der Skandal auf der Insel hat dazu geführt, dass
die medialen Verstrickungen zwischen Westminster, den Druckhäusern in
Wapping und New Scotland Yard zerschlagen sind. Politik, Presse und
Polizeigehen seit zwei Wochen merklich auf Distanz. Am Mittwoch
begann für die Parlamentarier die Sommerpause, und es bleibt zu
hoffen, dass sich in den kommenden Tagen die Hysterie legt und mit
der nüchternen strafrechtlichen Ermittlungsarbeit begonnen werden
kann.