Heimspiel oder eher doch ein Auswärtsspiel?
Heute Abend werden wir wissen, welche Farben den größeren Block
bilden beim Qualifikationsspiel zur Fußballeuropameisterschaft im
Berliner Olympiastadion. Bundestrainer Joachim Löw rechnet mit 40.000
Türken, die das Team im roten Trikot frenetisch anfeuern werden.
Darauf stellt er die Spieler ein, speziell Mesut Özil. Der Geborene
Gelsenkirchener, zwischenzeitliche Bremer und Neu-Madrilene hat einen
anderen Nat
Erst war er Kommunist, dann Marktliberaler, heute sagt er über
sich, er sei ein liberaler Konservativer. Doch vor, während und nach
seiner politischen Wandlung hatte eines stets Bestand: Kaum ein
anderer Schriftsteller setzt sich in seinen Werken so entschieden für
die Menschlichkeit ein, wie Mario Vargas Llosa. Er ist einer der
Besten überhaupt. Dass er die inneren Zerwürfnisse seiner Figuren
(meist vor politischem Hintergrund) mit einem e
Im Grund geht es um eine besondere Form der
Gleichberechtigung. Männer in Kindergärten sind nach wie vor absolute
Ausnahme. Nimmt man die weit überwiegend weiblich besetzten Kollegien
der Grundschulen hinzu, scheint der Umgang mit Kindern bis zu zehn
Jahren ein Privileg der Frauen zu sein. Wenn Familienministerin Ute
Schäfer (SPD) dieses groteske Missverhältnis ändern will, wenn sie
mehr Männer für die Arbeit als Erzieher in Kindergärten und -hort
Diese Nobelpreisentscheidung ist keine
Überraschung. Immer wieder wurde der Peruaner Maria Vargas Llosa in
den vergangenen Jahren hoch gehandelt. Jetzt erhält der 74-jährige
Autor die höchsten literarischen Weihen aus Stockholm. Zu Recht?
Gegen seine Literatur lässt sich wenig einwenden. Es ist das Werk
eines großen Romanciers, der packend zu erzählen weiß – wie seine
lateinamerikanischen Kollegen Isabel Allende und Gabriel Garcia
Marquez auch. Zu
Vier Millionen Muslime leben in Deutschland, und sie
werden auf Dauer hier bleiben. Sie beten in tausenden Moscheen,
besuchen die Schulen und Universitäten. Der Islam ist damit faktisch
Teil der deutschen Gesellschaft. Dies auszusprechen, wie es
Bundespräsident Christian Wulff in seiner so heftig diskutierten Rede
tat, ist also eine Binsenweisheit. Man sollte Wulff wörtlich nehmen.
Denn wer nun den Koran gegen die christlich-jüdische Kultur
ausspielen will und die Schari
OTZ zu Brüderle: Niemand weiß über die Gegebenheiten
vor Ort besser Bescheid als Arbeitgeber und Gewerkschaften. Aus gutem
Grund sind darum auch sie es, die Tarifverhandlungen führen – und
nicht die Bundesregierung. Die Tarifpartner beklagen sich deshalb zu
Recht über die Einmischung des Ministers. Ratschläge aus der Politik
sind immer einer kleiner Anschlag auf die Tarifautonomie, weil sie
entweder politischen Druck erzeugen sollen oder rein populistische
Mo