Westdeutsche Zeitung: Euro-Krise = von Anja Clemens-Smicek

Während wir uns damit befassten, ob der
Bundespräsident sein Amt beschädigt hat und in eben diesem noch zu
halten ist, machte ein anderes Thema Weihnachtspause: die
EU-Schuldenkrise. Das Treffen des europäischen Führungsduos "Merkozy"
lenkt den Fokus erneut auf drängende Probleme. Die Causa Wulff hat
wieder Konkurrenz bekommen.

In den vergangenen Monaten jagte ein Krisengipfel den nächsten,
doch es gibt nicht weniger Baustellen: Griechenland

Rheinische Post: Wunderwaffe Börsensteuer

Wenn es um die ersehnte Zähmung der enthemmten
Finanzmärkte geht, haben Politiker eine vermeintliche Wunderwaffe im
Arsenal: die Finanzmarkttransaktionssteuer. Die Idee, entworfen schon
in den 70er Jahren vom US-Nobelpreisträger James Tobin, ist einfach:
Man belege sämtliche kommerziellen Börsengeschäfte mit einem geringen
Steuersatz, verringere so das Tempo an den Casino-Tischen der
Finanzmärkte und erziele damit nebenbei noch einen schönen
Steuergew

Rheinische Post: Die Personalnot

Auf den öffentlichen Dienst rast ein gewaltiges
Problem zu. Sollte sich die Prognose von Beamtenbund-Chef Peter
Heesen bewahrheiten, scheiden in den nächsten zehn Jahren 700 000
Beschäftigte aus dem Staatsdienst aus. Dann wird es äußerst
schwierig, Nachwuchs zu finden. Denn zu lange hat der Staat seine
Beschäftigten mit einem im Vergleich zur Privatwirtschaft niedrigeren
Gehalt entlohnt und dies mit der Arbeitsplatzsicherheit begründet.
Jeder Ruf nach deu

FDP gegen Merkels Finanzsteuerpläne

In der FDP regt sich massiver Widerstand gegen die Pläne von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), angesichts der Widerstände in der EU die Finanztransaktionssteuer notfalls nur in den 17 Euro-Ländern einzuführen. "Die FDP beteiligt sich nicht daran, Finanzgeschäfte durch eine Steuer vom regulierten deutschen Markt in unregulierte Märkte zu vertreiben", sagte der Fraktionsvize der Liberalen im Bundestag, Volker

NRZ: Der Staat steckt in der Klemme – Kommentar von Dietmar Seher

Einerseits: Die Belegschaft ist überaltert. Wenn in
den nächsten zehn Jahren 700 000 Beamte und Angestellte in den
Ruhestand gehen, muss der Staat für Nachwuchs sorgen. Dieser wird,
wenn er sich überhaupt locken lässt, bessere Bezahlung verlangen, die
die Wirtschaft längst bietet. Andererseits: Europas Staaten sind
überschuldet. Das gilt auch für Deutschland. Deswegen werden die
Ausgaben ab 2016 beim Bund und ab 2020 bei den Ländern str

Berliner Zeitung: Kommentar zu Brustimplantaten

Unzählige Frauen zahlen einem Unternehmer für eine
medizinisch unnötige Leistung viel Geld und gehen mit vollem Wissen
und großer Verdrängungsstärke Risiken ein. Das ist ihr Recht. Vor
allem ist es ihre Privatangelegenheit. Frauen, die jetzt ihren
Busentraum in Plastik als Gefahr erkennen und die Entfernung nicht
bezahlen können, dürfen gern einen Kredit aufnehmen, sich vom
männlichen Genießer aushelfen lassen oder auf andere Weise kre

Berliner Zeitung: Kommentar zur Wulff-Affäre

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der Umgang
von Christian Wulff mit der Wahrheit. Da mögen die Anlässe jeder für
sich genommen klein und trivial sein. Die Frage der Wahrhaftigkeit
aber ist eine große. Sie führt direkt in das Thema Glaubwürdigkeit
der Politik. Als Bill Clinton in der Lewinsky-Affäre erst vergeblich
versucht hatte, mit Tricks durchzukommen, fand er einen Ausweg über
eine offene Rede: Er hat ein neues Bündnis mit dem Volk

WAZ: Die Sonne schickt eine Rechnung – Kommentar von Tobias Bolsmann

Die Sonne schickt uns keine Rechnung, lautete eine
Losung in den Anfängen der Solarindustrie. Hört sich nett an, stimmt
aber nicht. Schon jetzt hat sich die Sonnenrechnung auf Milliarden
summiert, weitere werden hinzukommen. Nun kann man einem Baby nicht
vorwerfen, dass es klein ist, doch dieses anfänglich zarte Wesen
"Photovoltaik" wird – dank großzügiger finanzieller Päppelung –
langsam erwachsen. Angesichts der Tatsache, dass die Solarindustrie

NRZ: Zum belasteten Hähnchenfleisch schreibt die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ):

Wie viele Menschen genau in Deutschland sterben,
weil sie sich mit Keimen infiziert haben, die gegen nahezu alle
Antibiotika resistent sind, ist unklar. Experten gehen von Tausenden
Todesfällen im Jahr aus. Klar ist: Viele dieser Keime stammen aus der
Massentierhaltung. Sie haben sich dort entwickelt, weil in der
industriellen Fleischproduktion Antibiotika flächendeckend eingesetzt
werden, um auch die anfälligsten Tiere zur Schlachtreife zu bringen.
Das ist nüchterne Kos