Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Dass Tsipras angesichts dieses für Griechenland eher
mageren Verhandlungsergebnisses daheim bisher nicht unter Beschuss
geriet und sogar von Teilen der Opposition Applaus bekommt, ist der
allgemeinen Erleichterung geschuldet, dass überhaupt eine Einigung
erzielt wurde und die drohende Katastrophe, der Staatsbankrott und
der Abschied vom Euro, abgewendet wurden. Noch hält der mächtige
linksextreme Flügel der Regierungspartei still, und auch der
ultra-nationale Koali

Mitteldeutsche Zeitung: Politik/Bildung Massive Matheversagen bei den Abi-Prüfungen in Sachsen-Anhalt

Jeder dritte Schüler erreichte bei den
Matheprüfungen zum Abitur 2014 in Sachsen-Anhalt nicht einmal ein
glattes Ausreichend. Das berichtet die in Halle erscheinende
"Mitteldeutsche Zeitung" (Wochenendausgabe). Lehrer beklagen unnötig
komplizierte Aufgaben bei der zentralen Klausur. "Da ist etwas
schiefgelaufen", sagte Jürgen Manke, Landesvorsitzender des
Philologenverbandes, der die Gymnasiallehrer vertritt. Das
Kultusministerium hingegen wiegelt

Mitteldeutsche Zeitung: Innere Sicherheit Immer mehr verletzte Polizisten

In Sachsen-Anhalt werden Polizisten immer öfter
Opfer von Gewalt. Das berichtet die in Halle erscheinende
"Mitteldeutsche Zeitung" (Sonnabend-Ausgabe). Im vergangenen Jahr
wurden 191 Körperverletzungen gegen Polizisten registriert – im
Vergleich zu 2013 ein Anstieg um 44 Fälle oder 30 Prozent. Der Grund
des Anstiegs ist unklar. Die Polizeigewerkschaft beklagt einen
gesellschaftlichen Trend zu mehr Gewalt und weniger Respekt, die
Opposition vermutet einen Zusammenh

Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Insofern ist die fast schon naive Art, mit der
öffentlich über einen Grexit spekuliert wurde, verantwortungslos,
weil diese Union nicht einfach ein Mitglied vor die Türe setzen darf,
wenn sie sich nicht selbst schaden will. Die neue Führung in Athen
musste diesen Gemeinschaftsgeist erst erleben, vielleicht sogar
lernen, um zu wissen, dass man die übrigen 18 Freunde nicht einfach
vor seinen Karren spannen kann. Griechenland soll nicht nur saniert
werden, sondern sei

Mitteldeutsche Zeitung: zu Staatsanwalt und Wulff

Das Selbstbild der Staatsanwaltschaft, "die
objektivste Behörde der Welt zu sein", hat kaum je ein Staatsanwalt
derart ad absurdum geführt wie Lüttig. Der Vorwurf, er habe seine
Jagd auf die Angeklagten mit Geheimnisverrat befeuert, wiegt so
schwer, dass bis zum Abschluss des Ermittlungsverfahrens Lüttigs
vorläufige Dienstenthebung unumgänglich erscheint.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Mitteldeutsche Zeitung: zur Armut

Alarmierend ist, dass sich der Trend trotz der guten
Wirtschaftslage fortsetzt, anstatt sich umzukehren. Arm und reich
driften weiter auseinander, auf Kosten der Mitte. Das lässt zweifeln,
ob das Mantra von Politik und Wirtschaftsverbänden, die Schaffung von
Arbeitsplätzen allein sei so etwas wie das sozialpolitische
Allheilmittel, im 21. Jahrhundert noch stimmt. Wer den gefährdeten
allgemeinen Wohlstand erhalten will, muss viel stärker darauf achten,
was für Arb

Mitteldeutsche Zeitung: zu Detektiven und Krankschreibung

Der Einsatz von Detektiven ist nicht grundsätzlich
verboten. Es kann Indizien geben, dass der Arzt ein
Gefälligkeits-Attest ausgestellt hat. Ein Detektiv ist aber nun mal
kein Arzt. Er kann nur äußerliche Tatsachen feststellen. Geht ein
Arbeitnehmer feiern, obwohl er angeblich bettlägerig ist? Deshalb
gibt es für Zweifelsfälle eine bessere Alternative. Der medizinische
Dienst der Krankenkassen (MDK) kann prüfen, ob eine
Arbeitsunfähigkeit plau

Mitteldeutsche Zeitung: zum Raucher-Urteil

Der Prozess beginnt quasi noch mal von vorn. Die
bisherigen Niederlagen für Adolfs, dem die Vermieterin schlechtes
Lüftungsverhalten vorwarf, sind vom Tisch. Und die Maßstäbe, die der
BGH aufstellte, sind für den rauchenden Mieter sogar eher günstig.
Denn im Prinzip kann ein Mieter in seiner Wohnung machen, was er
will, solange er andere nicht stört. Konkret ging es hier um eine
Störung anderer Mieter im Treppenhaus. Die dürfte nicht so schwer

Mitteldeutsche Zeitung: zum Bahnstreik

Dabei spielt der Faktor Zeit der Bahn in die Karten.
Je länger die Auseinandersetzung dauert, desto näher rückt der 1.
Juli, an dem das Tarifeinheitsgesetz absehbar in Kraft tritt. Dann
wird es der Bahn möglich sein, mit der größeren Eisenbahngewerkschaft
EVG einen Tarifvertrag abzuschließen, ihn dann der kleineren GDL zur
Übernahme anzubieten oder gar überzustülpen. Faktisch wäre die GDL
damit entmachtet. Und die Bahn hätte ihre

Mitteldeutsche Zeitung: Solarbranche 80 Jobs gerettet – Stellenabbau bei Hanwha Q-Cells weniger drastisch

Der Stellenabbau beim Solarzellenhersteller Hanwha
Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen (Kreis Anhalt-Bitterfeld) fällt weniger
drastisch aus als ursprünglich geplant. "Nach jetzigem
Verhandlungsstand reden wir von einem Stellenabbau von 470 statt 550
Stellen. Immerhin 80 Arbeitsplätze sind gerettet", sagte
Betriebsratschef Uwe Schmorl der in Halle erscheinenden
"Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). Die Gespräche mit der
Unternehmensführung se