Mitteldeutsche Zeitung: zu Streiks und Tarifeinheit

So nachvollziehbar die Verärgerung über Streiks
sein mag, so hoch scheinen die rechtlichen Hürden, die ein Gesetz zur
Tarifeinheit zu überwinden hätte. Denn eine staatlich verordnete
Zuständigkeit der großen Gewerkschaften bedeutet unvermeidlich die
Entmachtung der Kleinen und eine Kollision mit dem Grundgesetz. Aus
diesen Überlegungen heraus haben Regierung und DGB ihr Engagement für
ein Tarifeinheitsgesetz zurückgefahren. Damit das so b

Mitteldeutsche Zeitung: zu Linke und Waffenexporte

Zur Wahrheit gehört aber ebenso, dass dieses Nein
moralisch heikel ist. Denn die Terrorgruppe Islamischer Staat lässt
sich durch gute Worte nun mal nicht stoppen. Und dass es
demokratische Kräfte in der arabischen Welt schwer haben, liegt
nicht am Westen, sondern zum größten Teil an den Verhältnissen in
den arabischen Gesellschaften selbst. Wollte die Linke also
tatsächlich realistisch sein, müsste sie eingestehen, dass der
Frieden in der We

Mitteldeutsche Zeitung: Geiz-ist-Geil-Mentalität ist fatal/ Bundesentwicklungsminister Gerd Müller kritisiert Schleuderpreise bei Lebensmitteln und Sklavenlöhne für Näherinnen in Bangladesch.

Halle. Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller
(CSU) hat angesichts von Hunger und Elend in der Welt das
Konsumverhalten der Deutschen scharf kritisiert. In einem Interview
mit der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Montagausgabe) sagte Müller: "Ich empfinde es als Sünde, dass ein
Viertel unserer Lebensmittel im Abfall landet." Die
Geiz-ist-Geil-Mentalität der Deutschen bei Nahrungsmitteln sei fatal.
"Lebensmittel sind in Deu

Mitteldeutsche Zeitung: Irak-Krise Linke besteht im Fall von Waffenlieferungen an die Kurden auf einem Mandat des Bundestages

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat
für den Fall von Waffen-lieferungen in den Nordirak ein Mandat des
Bundestages gefordert und andernfalls vor einem Widerspruch des
Bundesverfassungs-gerichts in Karlsruhe gewarnt. "Deutschland wird
immer weiter in diesen Krieg hineingezogen", sagte sie der in Halle
erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe). "Schon die
Waffen-lieferungen sind ein schwerwiegender Fehler. Ich habe große
Zwe

Mitteldeutsche Zeitung: zur Ukraine

Eine schwierigere Lage für den Besuch der deutschen
Kanzlerin in der Ukraine lässt sich kaum vorstellen. Aber genau
deshalb fährt Angela Merkel ja hin. Der Konflikt mit Russland ist so
zugespitzt, dass man nichts unversucht lassen darf, ihn einzuhegen.
Das Schwierigste: Nicht nur Härte gegen Moskau zeigen, sondern auch
Kiew klar machen, dass es Hilfe des Westens nur erwarten kann, wenn
sie sich "westlich" verhält – also bereit ist, den Russen die Hand zu

Mitteldeutsche Zeitung: zur Ice Bucket Challenge

Wer das Projekt als bloße Spinnerei abtut, hat
dessen Kern nicht begriffen. Es geht nicht um Wasser überm Kopf und
im Grunde geht es auch nur mittelbar darum, Spenden für die
ALS-Forschung einzutreiben. Das Wichtigste ist, die Krankheit ALS
bekannt zu machen. Und auch wenn es keine belastbaren Zahlen gibt, so
darf man annehmen, dass sich doch eine ganze Menge der tausenden
Teilnehmer informiert hat, was sich überhaupt hinter ALS verbirgt.
Die "Ice Bucket Challenge

Wirtschaft zunehmend verunsichert

Die Sanktionen der EU gegen Russland verunsichern zunehmend Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg verzeichnet einen anhaltend hohen Beratungsbedarf von Betrieben, die Geschäftsbeziehungen nach Russland unterhalten. Von den Handelsbeschränkungen sind nicht mehr nur Firmen betroffen, die direkt nach Russland exportieren, sondern auch jene, die als Zulieferer für große deutsche Exporteure wie Maschinen- und Anlagenbauer tätig sind.

Wie trifft man die richtige Berufswahl?

Was soll ich machen? Welcher Beruf ist der richtige? Oftmals liegt das Interesse der jungen Arbeitnehmer- oder Arbeitgebergeneration im Bereich der Medizin. Hier kann man viel machen, forschen, Menschen helfen und auch einen guten Verdienst einfahren. Also empfiehlt es sich wirklich Medizin zu studieren? Und wenn ja, in welchem Bereich?
Einige der Abiturienten sind sich unschlüssig in welche Berufslaufbahn sie einsteigen sollen, denn hier gibt es eine große Auswahl. Die guten

Mitteldeutsche Zeitung: zu Lehrstellen

Wirtschaft und Politik haben mehrere Initiativen
gestartet, um gegenzusteuern. So sollen junge Ausländer gelockt
werden, Studien-abbrecher eine Lehre machen und schwache Schüler über
Praktika qualifiziert werden. All dies ist begrüßenswert, lindert die
Probleme aber nur. Die Ausbildung muss aufgewertet werden. Jahrelang
wurde jungen Menschen von Bildungsexperten eingetrichtert, nur durch
ein Studium gut bezahlte Jobs erlangen zu können.
Studienabbrecherquoten