Mitteldeutsche Zeitung: zu Minijob

Minijobs führen vor allem Frauen oft in die
Sackgasse. Frau verdient abgaben- und steuerfrei einige Euro hinzu.
Der Aufnahme regulärer Arbeit aber stehen Sozialbeiträge,
schmelzende Steuervorteile und die vermeintlich geringe Qualifikation
von Minijobbern entgegen, obwohl 90 Prozent eine Berufsausbildung
haben. Muss man nun den Minijob faktisch abschaffen, worauf
Grüne, SPD und DGB abzielen? Nein. Es reichte, wenn das
Steuersplitting und die kostenlose Kranke

Mitteldeutsche Zeitung: zu Korea

Wandelte der 30-jährige Kim bloß auf den Spuren
seines 2011 verstorbenen Vaters, müsste dem Säbelrasseln nicht zu
viel Gewicht beigemessen werden. Der Senior setzte die Taktik oft
ein, um dann durch plötzlich signalisierte Verhandlungsbereitschaft
Lebensmittelhilfen für das ausgedarbte Volk herauszuschlagen,
mindestens ein paar Tanker voll Rohöl. Beides könnte der Sohnemann
auch diesmal dringend gebrauchen, nachdem der Weltsicherheitsrat
wegen des

Mitteldeutsche Zeitung: Russland Chefin der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Enkelmann, kritisiert Druck des Kreml auf deutsche Stiftungen

Die Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Dagmar
Enkelmann, hat den Druck der russischen Regierung auf deutsche
Stiftungen in dem Land kritisiert. "Das ist ein unerhörter Zustand",
sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Online-Ausgabe). "Eine Kriminalisierung der Stiftungen werden wir
nicht hinnehmen." Enkelmann vermutet, dass es der russischen Seite
weniger um die Stiftungen als um die Einschüchterung der eigenen
Nichtre

Mitteldeutsche Zeitung: Euro-Krise Staatsministerin Pieper rät zu Gelassenheit hinsichtlich der Kritik an Deutschland

Das Auswärtige Amt hat davor gewarnt, die zum Teil
heftige Kritik in Südeuropa an der deutschen Krisenpolitik über zu
bewerten. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel in Karikaturen mit
Hitlerschnurrbart dargestellt werde, sei das zwar nicht, wie sie sich
"die Kommunikation zwischen befreundeten Ländern" vorstelle, sagte
die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, der
Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagsausgabe). "Aber wir sollten
einzelne

Mitteldeutsche Zeitung: zu Armut in Europa

Blanke materielle Not, auf die der Armutsbegriff
oftmals reduziert wird, ist nicht das einzige Problem. Armut
reicht tiefer, hat viele Facetten. Der Mangel an Bildung,
Perspektive und Lebensmut prägt das Phänomen in Deutschland
zumindest ebenso wie der rein finanzielle Überlebenskampf. Dem
klugen Sozialstaat geht es nicht zuvörderst um die Höhe der
Alimente, sondern um Möglichkeiten des Einzelnen zur Selbsthilfe.
Hier aber versagt die deutsche Gese

Mitteldeutsche Zeitung: zum Grimme-Preis

Was Millionen Menschen konsumieren, kann ja so
schlecht nicht sein. Sendungen wie das "Dschungelcamp" sind
unappetitliche Auswüchse einer Unterhaltungsindustrie, der das
Verkaufen alles, die Ware selber nichts mehr bedeutet. Und auch der
Zuschauer nicht. Natürlich steht jedem frei zuzusehen, wenn sich
drittklassige Möchtegernstars in der Hoffnung auf Anerkennung und
weitere Jobs im Dreck wälzen und Sperma trinken. Aber Preise sollte
es auch künftig

Mitteldeutsche Zeitung: zum demografischen Wandel

Konkret wird der demografische Wandel vor Ort. In
den Dörfern, wo heute schon keine Arzt mehr praktiziert, wo der
letzte Laden geschlossen wurde und kein Bus mehr hält. Dort sind
die Menschen oft weiter als die Politiker. Sie nehmen die
Initiative in die Hand, gründen Dorfläden oder sorgen mit
Bürgerbussen dafür, dass Bewohner entlegener Dörfer die Chance
haben, regelmäßig von A nach B fahren zu können. Nicht selten wird
ihnen