Nicht einmal halb so viel Windkraft in der Nordsee wie geplant?
Zumindest nicht bis zur angepeilten Marke, dem Jahr 2020? Bleibt der
Ausbau der Offshore-Windkraft tatsächlich so weit hinter den Plänen
der Bundesregierung zurück, steht ein wesentliches Kalkül der
Energiewende infrage: Offshore-Windparks sollen die Grundlast der
deutschen Stromversorgung tragen – mit einer Beständigkeit, die an
konventionelle und nukleare Kraftwerke heranreicht. Ihr
Praktiker ist pleite. Das Aus für die Baumarktkette ist die
logische Folge einer Reihe von Managementfehlern und Irrtümern.
Ausbaden müssen die Misere allerdings Tausende Angestellte, die ihren
Arbeitsplatz verlieren.
Aus ökonomischer Sicht geht die Insolvenz Praktikers in Ordnung.
Es liegt im Wesen einer funktionierenden Marktwirtschaft, dass
Unternehmen kommen und gehen. Praktiker war schon lange angezählt.
Verwunderlich ist allenf
Von der Goldgräberstimmung vergangener Jahre ist
nichts geblieben in der Baumarkt-Branche. Früher musste man sich fast
schon Sorgen machen um professionelle Handwerker. …Es ist nicht so,
dass inzwischen die Kunden in Scharen ausblieben, dass deren
Tatendrang gebremst wäre oder sie mittlerweile so viel Geld in der
Tasche hätten, dass sie lieber alles machen lassen zu Hause. Nein,
das Problem liegt woanders. Es gibt mittlerweile viel zu viele
Märkte. Die Obis, Hornb
Der Baumarktbetreiber Praktiker ist pleite.
Wirklich überraschen kann das niemanden mehr. Zu sehr hatte sich in
den vergangenen Jahren geschäftlicher Misserfolg mit eklatanten
Fehleinschätzungen und -entscheidungen der Führungsgremien gepaart,
in denen von personeller Stabilität keine Rede sein konnte. So waren
vier Vorstandschefs in zwei Jahren auch die Folge von Starrköpfigkeit
und Eitelkeit beim österreichischen Großaktionär Alain de Krassny
Jeder Heim- und Hobbyhandwerker weiß: Das beste
Werkzeug nützt nichts, wenn die Bauanleitung fehlerhaft ist. »Zwanzig
Prozent auf alles« taugt als Werbeslogan für einen Schlussverkauf.
Als Dauereinrichtung hat er versagt. Dabei war der Werbespruch
letztlich sogar erfolgreich. Fragt man eine Gruppe von Deutschen nach
dem Namen des billigsten Baumarktes, wird die Mehrzahl ohne jede
Überprüfung den Namen »Praktiker« nennen. Doch die Zeiten schei
20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung: Mit
diesem Slogan hat die Baumarktkette Praktiker Verbraucher in die
Läden gelockt. In den Rabatt-Wochen hat das anscheinend funktioniert,
ansonsten gingen die Kunden lieber zur Konkurrenz. Am Tag, als der
Praktiker den Insolvenzantrag stellte, waren sich alle einig, dass
die hohen Schulden nicht der wahre Grund für die Pleite sind:
Wettbewerber, Experten und auch die Kundschaft, wie in zahlreichen
Reaktionen online zu lesen ist. Bi
Wenige Spielarten des Handels sind derart umkämpft
wie die Baumärkte. Es gibt zu viele, der Wettbewerb ist brutal. In
einem solchen Markt besteht nur, wer erstklassig geführt wird. Für
Praktiker gilt seit Jahren das traurige Gegenteil. Traurig vor allem
für die Beschäftigten, die auch noch auf fünf Prozent Lohn verzichtet
haben. Jährlich wechselnde Strategien und Chefs, Eigentümer mit
gegensätzlichen Zielen, die einen mit Unternehmergeist, d
Der jahrelange Preiskampf, den immer wieder
Praktiker angeführt hat, ging an die Substanz. Praktiker, das hat
sich bei den Verbrauchern eingeprägt, kann vor allem billig, sonst
eher wenig. Viel zu spät haben die Verantwortlichen bei Praktiker
erkannt, dass die deutschen Heimwerker und Gartenfreunde nicht nur
auf den Preis schauen, sondern auch in den großen Märkten gut beraten
werden wollen. Der Umstieg auf die besser positionierte
Schwestermarke Max Bahr, die Pra
Dass die wachsende Ungleichheit der Löhne im
Bundestagswahlkampf als das entscheidende Thema taugt – wie es SPD
und Grüne gerne sähen – muss bezweifelt werden. Dazu müsste es mehr
polarisieren. Doch einerseits geht es dem Gros der Bürger offenbar so
schlecht nicht, als dass sie wegen dieser Frage Rote oder Grüne
wählen wollten. Andererseits hat es die Union geschafft, mit einem
halb garen Beschluss die Unterschiede scheinbar einzuebnen.
Die UBS ist erneut Ziel einer Razzia
geworden. Bundesweit wurden in den vergangenen Tagen mehrere Filialen
der Schweizer Großbank durchsucht. Ein Sprecher der
Oberstaatsanwaltschaft Bochum bestätigte entsprechende Informationen
des Wall Street Journal Deutschland aus Finanzkreisen. "Die
Ermittlungen dienen der Auffindung von Geschäftsunterlagen, aus denen
sich weitere Erkenntnisse und Nachweise über die Steuerhinterziehung
der UBS-Kunden gewinnen lassen", erkl