Rheinische Post: Obama muss liefern Kommentar Von Frank Herrmann

Amerikanische Parteikongresse sind große Show,
eine Art Hollywood in der Footballarena. Programme spielen kaum eine
Rolle, Personen dafür umso mehr. Eine öffentliche Liebeserklärung für
den Ehepartner vor Millionen von Fernsehzuschauern – in Europa mag
das schmalzig klingen, in Amerika gehört es zum guten Ton. Weshalb
Michelle Obama auf großer Bühne verkündet, dass sie ihrem Barack nach
wie vor herzlich zugetan ist, vielleicht noch herzlicher al

Rheinische Post: Mehr Hilfe für Patienten Kommentar Von Martin Kessler

Das Verhältnis von Arzt zu Patient ist delikat.
Weil trotz Internet und umfangreichen Gesundheitsinformationen der
Medien der behandelnde Doktor noch immer einen überragenden
Wissensvorsprung vor dem Kranken hat, muss sich der Patient auf
seinen Arzt verlassen. Doch auch Mediziner machen Fehler, manche
sogar so schwerwiegende, dass Patienten auf Dauer geschädigt sind.
Diese Fehler müssen weiter minimiert werden. Und wenn sie trotzdem
passieren, hat der Patient Anrecht a

NRZ:Ärzte und ihre Fehler – ein Kommentar von JAN JESSEN

Pro Jahr diagnostizieren die Schlichtungsstellen der
Ärztekammern und der Medizinische Dienst jeweils einige Tausend
Behandlungsfehler. Tendenz: steigend. Über die Qualität der
ärztlichen Behandlung in Praxen und Krankenhäusern lässt sich aus
diesen Zahlen wenig ableiten. Die aufgedeckten Fälle machen nur einen
verschwindend geringen Anteil an den ärztlichen Eingriffen aus, die
jedes Jahr in Deutschland durchgeführt werden. Das spricht für di

NRZ: Modell A40 – ein Kommentar von MANFRED LACHNIET

Es ist wie ein Wunder: Seit die A 40 in der Essener
City komplett gesperrt ist, rollt der Verkehr flotter denn je. Die
sonst so ärgerlichen Staus blieben seit Beginn der Großbaustelle aus.
Manche unken bereits, dass man die A 40 doch bitte für immer in der
Mitte sperren möge. Und wenn es gut läuft, dann auch noch das
Breitscheider Kreuz oder den Kaiserberg-Spaghetti. Im Ernst:
Offensichtlich funktioniert eine begrenzte Komplett-Sperrung besser
als eine Dauerbauste

NRZ: Demokratie verändert sich – ein Kommentar von THEO SCHUMACHER

Angst vor dem Volk kann sich kein gewählter
Volksvertreter mehr leisten. Und wenn, dann hat er in der Politik
nichts zu suchen. Immer mehr Bürger nehmen ihr lokales Schicksal
selbst in die Hand. Sie wollen nicht nur mitreden, sie wollen
mitentscheiden, was aus dem Schwimmbad in ihrem Stadtteil wird. Der
Frust über "die Politik" wird mehr, die Lust auf Wahlen weniger. Räte
müssen stärker kooperieren, mehr erklären, um den Bürger als Partner

NRZ: Die alte Furcht vor der Bombe – ein Kommentar von WINFRIED DOLDERER

Wir werden, so scheint es, noch eine Weile mit ihnen
leben, mit amerikanischen Atomwaffen auf deutschem Boden. Das wäre
vor 30 Jahren eine Nachricht gewesen, die Tausende auf die Straße
getrieben hätte. Damals, auf dem Höhepunkt des Nachrüstungsstreits,
als manch geängstigtes Gemüt einen Nuklearkrieg in Europa in
greifbarer Nähe wähnte. Die Apokalypse hat bekanntlich nicht
stattgefunden. Geblieben ist die Furcht vor der Bombe. Heute gilt sie
der

WAZ: Enttäuschte Erwartungen – Kommentar von Christopher Onkelbach

Wenn die Amerikaner der Ansicht sind, dass es an der
Zeit sei, ihre Atomwaffen zu modernisieren, ist das zunächst einmal
ihre Entscheidung. Erst durch die "nukleare Teilhabe" innerhalb der
Nato wird es auch zu einer deutschen Angelegenheit. Dann nämlich,
wenn Bomber der Bundeswehr nach einer Freigabe durch die US-Regierung
mit Atomwaffen bestückt zum Einsatz kommen. Dass Deutschland als
kleiner Nato-Partner sich dem Willen der USA widersetzen könnte, ist
ernsth

WAZ: Hilfe für Patienten – Kommentar von Daniel Freudenreich

Keine Frage, jeder Behandlungsfehler durch einen
Arzt ist einer zu viel. Zumal die Folgen tödlich sein können. Und
dennoch müssen wir einsehen, dass auch ein Mediziner nicht unfehlbar
ist. Gemessen an den zig Millionen Behandlungsfällen ist die Zahl der
Fehler gering, und sie dürfte dies auch dann bleiben, wenn man von
einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Am Ende kommt es darauf an, dass
der Patient rasch Hilfe bekommt, wenn es mutmaßlich oder tatsächlich
e

WAZ: Gehälter jenseits von Eden – Kommentar von Rolf Obertreis

Die Forderung nach weniger Geld für Top-Manager ist
mehrheitsfähig und opportun, zumal in diesen Krisenzeiten. Auch wenn
sie Commerzbank-Chef Martin Blessing leicht fallen mag, weil er
ohnehin am Ende der Gehaltsliste deutscher Top-Manager steht, hat sie
aus seinem Mund durchaus Gewicht. Mit Annäherung an die Gehälter der
Industrie hat Blessing sicher nicht VW-Chef Winterkorn mit seinen
17,5 Millionen Euro Jahresverdienst 2011 im Auge, sondern eher
Merck-Chef Kley und d

Mitteldeutsche Zeitung: zur Außen- und Militärpolitik

Es geht um Leben und Tod – von Zivilisten,
Unbeteiligten, Soldaten. Ein Blick nach Syrien gibt einen Eindruck,
wie schwierig die Debatte werden kann: Militärisch eingreifen?
Diplomatisch vermitteln? Untätig abwarten? Die größte Zumutung
besteht vielleicht darin, dass jeder gezwungen sein könnte, die
eigene Haltung zu hinterfragen. Klar ist, dass diese Diskussion mit
ihren Auswirkungen nicht losgelöst von der deutschen Geschichte
geführt werden darf. Den