Thüringische Landeszeitung: Arabisches Vorbild – Nobelpreis kann auch Westen wachrütteln / Leitartikel von Anette Elsner zur Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises

Das Nobelpreiskomitee hat weise entschieden und
nicht den gleichen Fehler wie vor sechs Jahren gemacht. Der
Friedensnobelpreis war 2009 zu viel der Vorschusslorbeeren für den
amerikanischen Präsidenten Barack Obama, damals gerade einmal etwa
zehn Monate im Amt und in den Folgejahren nicht immer eine
Friedenstaube.

Der Friedensnobelpreis 2015 für die deutsche Bundeskanzlerin
Angela Merkel wäre eine übereilte Ehre für eine Frau gewesen, die zum
ersten Mal in

Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Deutschland in Unordnung

Unordnung – das können wir Deutsche gar nicht haben.
Reglementierungen, Planungen, Verlässlichkeit – das ist unsere Welt.
Wir erwarten pünktlich morgens um Halbsechs die Zeitung im
Briefkasten, kennen den Kalender der Müllabfuhr. Nie fällt der Strom
aus und wir wissen, dass bei der ersten Schneeflocke jemand kommt,
der sie wegfeudelt. Und nun das: Flüchtlinge kommen und niemand weiß,
wie viel, wann sie kommen und wo man sie unterbringen kann. Plötzli

Thüringische Landeszeitung: Wie ein Erdbeben – Weltfußballverband am Tiefpunkt / Kommentar von Axel Lukacsek zur aktuellen Entwicklung beim Weltfußballverband Fifa

Der Chef? Gesperrt. Der wohl heißeste Kandidat auf
dessen Nachfolge? Aus dem Verkehr gezogen. Der Generalsekretär?
Ebenfalls gesperrt. Chung Mong Joon war auch ein Kandidat für das
Präsidentenamt. Er bekam gleich sechs Jahre aufgebrummt. Über dem
Weltfußball-Verband sind keine Gewitterwolken aufgezogen, er ist von
einem Beben erschüttert worden.

Überrascht ist indes niemand. Jahrelang nämlich hatte der
Seismograph verdächtige Aktivit&

Thüringische Landeszeitung: Merkel ohne Plan – Kanzlerin lässt permanenten Rechtsbruch zu / Leitartikel von Bernd Hilder zum TV-Auftritt der Kanzlerin in Sachen Flüchtlinge

Hilflos, planlos, machtlos. So kann man den
ungewohnt redseligen und angesichts der ausufernden Flüchtlingskrise
seltsam gut gelaunten, von kritischen Nachfragen weitgehend
ungestörten Monolog von Angela Merkel bei Anne Will zusammenfassen.
Zunehmender Realitätsverlust und überstarke Ichbezogenheit kann man
der Kanzlerin ebenfalls attestieren, deren Fernsehauftritt erneut wie
ein globaler Aufruf an Flüchtlinge wirkte, nach Deutschland zu
kommen.

Eine Kanzlerin

Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Folgenreiche Entscheidung

Rot-Rot-Grün steht nächsten Dienstag vor der bislang
größten Bewährungsprobe. Denn die Frage, wie sich Thüringen bei der
Abstimmung im Bundesrat zum Asylkompromiss verhält, geht weit über
das eigentliche Thema hinaus. Sie betrifft auch das Wohl und Wehe der
Koalition überhaupt.

Die Thüringer SPD hat sich klar und eindeutig und mehrfach
positioniert: Sie will, dass der Freistaat dem selbst mit
verhandelten Kompromiss in der Asylpolitik

Thüringische Landeszeitung: Am längeren Hebel / Kommentar von Axel Zacharias zu Stromtrassen per Erdkabel

Wieder einmal bleibt die Vernunft auf der Strecke,
wenn Horst Seehofer, dessen CSU gerade an Wählerakzeptanz verliert,
Pluspunkte an der Wahlurne sammeln will. Das war bei der
Ausländermaut so und ist jetzt wieder bei der Verteuerung der
Stromtrassen durch einen unterirdischen Ausbau so. Wenn der
bayerische Löwe brüllt, zittert das politische Berlin. Die große
CSU-Schwester CDU knickt regelmäßig vor dem "Kampagnero" Seehofer
ein, weil Bayern

Thüringische Landeszeitung: Klare Linie fehlt – CDU-Brandbrief als Alarmsignal für Merkel / Leitartikel von Florian Girwert zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung

Ein kurzer Blick in soziale Netzwerke genügt: Unter
einer ganzen Reihe von CDU-Anhängern ist der Brandbrief an
Bundeskanzlerin Angela Merkel bestens angekommen – parallel zu den
nachlassenden Zustimmungswerten für die Union sollte das ein
Alarmsignal sein. Wer Verantwortung trägt, muss für Probleme den Kopf
hinhalten.

Die Flüchtlingspolitik bewegt derzeit viele Wähler – und die
Bundesregierung unter Führung der Kanzlerin vermittelt den Eindruck
ei

Thüringische Landeszeitung: Kriminelle immer raffinierter / Kommentar von Norbert Block zum Bundeslagebild zur Organisierten Kriminalität

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die
Verbrecherbanden machen um Thüringen herum offenbar einen großen
Bogen. Und tatsächlich sind beispielsweise die Nachrichten über
bandenmäßige Einbruchsdelikte selten geworden. Dennoch müssen die
Ermittler wachsam bleiben, technische auf dem neuesten Stand und
personell gut ausgestattet sein. Denn nicht nur die
Internet-Kriminellen, deren Dunkelziffer hoch ist, werden immer
raffinierter.

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