International ausgerichtete Unternehmen
vernachlässigen eine große Gruppe ihrer High Potentials. Rund 90
Prozent der HR-Abteilungen deutscher Firmen verlieren ihre
hochqualifizierten Mitarbeiter aus den Augen, sobald diese im Ausland
eingesetzt sind. Der Grund: Die Niederlassungen außerhalb der
Landesgrenzen sind nicht mit dem Stammdatensystem der
Unternehmenszentrale vernetzt. So bleiben die Mitarbeiter bei der
Besetzung von Schlüsselpositionen meist unberücksic
Suzuki, Porsche und MAN, was haben diese drei Firmen gemeinsam?
Sie gehören alle mehr oder weniger zum Einflussbereich des
Volkswagenkonzerns. Und bereiten den Herren dort seit einigen Wochen
Kopfschmerzen. Der Übernahme des Lkw-Bauers MAN stellte die EU einige
Hürden in den Weg, die Verschmelzung mit Porsche geht längst nicht so
zügig wie gewünscht, und jetzt kündigt der japanische Motorrad- und
Kleinwagenspezialist Suzuki auch noch
Der Streit um die Karmann-Millionen ist leicht verständlich, und
dennoch unbegreiflich. Es geht um die gewaltige Summe von 180
Millionen Euro, die verständlicherweise Begehrlichkeiten weckt: bei
den 7000 Gläubigern, bei den Gesellschaftern, und bei vielen
beteiligten Anwälten, die sich bei diesem Streitwert ein saftiges
Honorar erhoffen. Das alles ist verständlich. Unbegreiflich ist aber,
warum die Karmann-Gesellschafter ihren Widerstan
Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört." Das
sagte Altkanzler Willy Brandt am Tag nach dem Mauerfall 1989. In
einem profanen Fall aus dem Wirtschaftsleben von heute, Volkswagen
und Suzuki, bleibt hingegen nur festzustellen: Da wächst nichts, rein
gar nichts … Dabei hatte es Ende 2009 so einvernehmlich begonnen.
Die gerade aus dem GM-Einfluss entlassene Suzuki findet in Volkswagen
einen global agierenden Partner, der sich zugleich auch für 1,7 Mrd.
Euro zu 19,9%
Die Börsenkurse fallen, die Griechen streiken,
die Euro-Skeptiker bestimmen die Debatte – wohin führt das alles? Wie
kommen wir da heraus? Wenn schon kein Mensch mehr, so scheint es, den
Überblick behalten kann, dann sollte es doch wenigstens eine
Ansammlung von Experten unter einem ordentlichen, von der
Europäischen Union legitimierten Dach können. Ein Kandidat hat sich
aus deutscher Sicht endgültig verabschiedet, diese Institution zu
sein: die Europäisch
China galt bis vor wenigen Wochen als Antreiber in
Sachen Elektromobilität, um den Rückstand gegenüber den etablierten
Autoindustrienationen mit einem großen Sprung aufholen zu können.
Dann schrieb der chinesischer Ministerpräsident Wen Jiabao im August
in der Parteizeitung: "Ich bin nicht sicher, ob Elektroautos sich
letztlich durchsetzen." Im Augenblick scheint in Sachen Batterieauto
das vor zwei Jahren Richtung Euphorie ausgerückte Pendel un
Das Elektroauto wird auch noch 2020 allen ambitionierten Plänen
zum Trotz ein Nischenprodukt sein. Denn bis dahin dürfte es für die
Auto-mobilindustrie effizienter sein, sich auf die Optimierung von
Verbrennungsmotoren und die Verbesserung von Hybridfahrzeugen zu
kon-zentrieren. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen
Wirtschaft Köln und der Deutsche Bank Research. Weitere Ergebnisse
sind:
– Um die hohen Anschaffungskosten eines Elektroautos zu
k
Die rückläufigen Passagierzahlen an vielen deutschen
Regionallandeplätzen machen deutlich, auf welch tönernen Füßen einige
dieser Flughäfen gebaut worden sind. Sie drohen zu einem
Millionengrab für Steuergelder zu werden. Nun muss landauf, landab
die Luftfahrtabgabe als Grund für den Niedergang herhalten. Aber das
darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bruchlandung programmiert
ist.
Geldpolitisch ist es in Europa die Zeit der
Tabubrüche. Noch vor kurzem gehörte es sich einfach nicht, dass
Finanzpolitiker im Amt über eine Staatspleite Griechenlands laut
nachdenken. Jede Äußerung in der Richtung hätte automatisch die Lage
Athens verschärft. Dass Wirtschaftsminister Philipp Rösler und
Finanzminister Wolfgang Schäuble jetzt alle Rücksicht fallen lassen
und eine Insolvenz Griechenlands nicht mehr ausschließen, zeigt,
Die EZB steht zwar in Frankfurt, aber nicht unter
deutscher Herrschaft. Dass EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark seinen
Abschied nimmt und kürzlich bereits Ex-Bundesbank-Chef Axel Weber
zurücktrat, sind Zeichen, dass sich die Deutschen in der Notenbank
nicht immer durchsetzen können. Das ist aber kein Grund zur großen
Sorge. Denn worum dreht sich die Auseinandersetzung? Stark und Weber
lehnten es ab, dass die EZB die Staatsanleihen verschuldeter Länder
kaufte. Du