WAZ: Sie bekämpfen nur Symptome – Kommentar von Thomas Wels

Nun regen sich die Damen und Herren Finanzpolitiker
wieder trefflich auf: über die bösen Ratingagenturen und die noch
böseren Spekulanten an den Finanzmärkten. Und über all dem Unbill
vergessen sie zweierlei: Die Benotungsagenten haben sie selbst stark
gemacht mit ihren Regeln; sie selbst haben es versäumt, einen vierten
europäischen Wettbewerber auf diesem Feld zu installieren. Und vor
allem ist es die Politik selbst gewesen, die alle strikten
Strafma&sz

Berliner Zeitung: Pressestimme Die Berliner Zeitung zur Lage in Italien

Das 40-Milliarden-Sparpaket, das Finanzminister
Giulio Tremonti geschnürt hat, ist derzeit eine der wenigen
Maßnahmen, die den Markt beruhigen und die Spekulationen gegen
italienische Staatsanleihen eindämmen könnten. Der Opposition im
italienischen Parlament, die sich bisher nur in ihrer Abscheu gegen
den Ministerpräsidenten einig war, kommt in diesem Moment eine
Schlüsselrolle zu. Hält sie an ihrer Fundamental-Opposition fest,
indem sie mit vielen inh

Studie: Vier von zehn Public-Merger-Projekten in Deutschland scheitern

61 Prozent der Behörden in Deutschland sehen in
der derzeit angespannten Finanzlage die wichtigste Herausforderung
der kommenden drei Jahre. Fusionen von öffentlichen Dienstleistern,
wie Landesämter, Universitäten oder Krankenhäuser, sollen dabei
helfen, die Haushalte zu entlasten. Jedoch verlaufen nur sechs von
zehn Integrationsprojekten nach Plan. Im Vergleich zu anderen
Branchen liegt die Erfolgsquote damit zehn Prozentpunkte unter dem
Durchschnitt. Zu diesem E

Neue OZ: Kommentar zu Britannien / Medien

Der lange Atem des Moguls

Es sieht danach aus, als wenn sich Rupert Murdoch bei der
Übernahme des Bezahlsenders BSkyB kräftig verzockt hat. Trog den
alten Mann der Medienbranche sein Gespür? Zu offensichtlich war die
Finte rund um das Einstampfen der "News of the World". Der Versuch,
mit dieser Radikalkur das Image des eigenen Medienimperiums
reinzuwaschen, ist gescheitert. Trotzdem ist die Übernahme des
Senders noch nicht vom Tisch.

Der Multimilliard&

Börsen-Zeitung: Zurück am Abgrund, Kommentar zur Schuldenkrise von Detlef Fechtner

Die Stimmung ist schlecht, die Lage ernst.
Europas Schuldenkrise eskaliert erneut. Gewiss, richtig entspannt ist
es in Euroland schon seit anderthalb Jahren nicht mehr. Aber immerhin
ist es den Euro-Regierungen in den vergangenen Monaten gelungen, die
Krise auf drei kleinere Mitgliedstaaten einzugrenzen. Die
Schwergewichte Spanien und Italien konnten sich seit vergangenem
Sommer abkoppeln – bis vor kurzem.

Seit jedoch sichtbar ist, dass die Hilfen für mindestens einen der
drei Quara

Berliner Zeitung: Pressestimme Die Berliner Zeitung zur Euro-Krise

Die Konstruktion der Währungsunion mit dem
Grundsatz, dass kein Land für ein anderes einstehen darf, ist
fehlerhaft. Der Euro macht alle Länder verletzlich, da er eine
Fremdwährung bleibt, die weder Deutschland noch Italien herausgeben
kann. Deshalb ist es höchste Zeit, eine gemeinsame Schuld zu
schaffen, gemeinsam für einander zu haften. Das geht am
geschicktesten durch einen gemeinsamen Eurobond. Er würde der Welt,
er würde den Investoren und

Westdeutsche Zeitung: Ratingagenturen an die Kette legen = Von Ingo Faust

Die Macht der Ratingagenturen ist derzeit fast
grenzenlos – eine einzige negative Bewertung reicht, um Unternehmen
und ganze Staaten ins Unglück zu stürzen. Von der jeweiligen
Bonitätsnote, die die drei Giganten des Geld-Tüvs vergeben, hängt es
ab, ob überhaupt und wenn ja, zu welchem Preis, die Kapitalmärkte
bereit sind, neue Kredite zu geben. Und an die Bewertungen von
Standard & Poor–s, Moody–s und Fitch hängen sich dann die Hedgefonds
dran

Frankfurter Neue Presse: Kommentar zur Euroschulden-Krise: „Bewerbung für den Posten des Euro-Retters“ Von Panagiotis Koutoumanos

Sehr geehrte Ministerpräsidenten und
Finanzminister Europas,

Sie gestatten, dass ich mich vorstelle: Mein Name ist Bond. Euro
Bond. Und ich bewerbe mich als Retter der Währungsunion. Anders als
mein berühmter Namensvetter James Bond, der schon öfter die Welt vor
dem Untergang bewahrt hat, verfüge ich zwar noch nicht über
entsprechende Berufserfahrung. Aber einiges habe ich mir von meinem
Vater Brady Bond abgeschaut, der in den späten 80er Jahren
late

Das SPME Board of Directors fordert die sofortige Freilassung der Lehrenden und Angestellten des Baha–i Institute of Higher Education im Iran

Die unterfertigten Mitglieder des Board of Directors von Scholars
for Peace in the Middle East (SPME [http://www.spme.net/admin ]),
einer Organisation, die Akademiker auf der ganzen Welt umfasst,
verurteilen die jüngsten Razzien und die Verhaftung von Lehrenden
und Angestellten der Verwaltung des Baha–i Institute of Higher
Education (BIHE) und fordern die sofortige Freilassung der 12 noch
immer Inhaftierten.

BIHE wurde 1987 als Reaktion auf die Politik des iranischen
Parlaments

Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaftsforschung Schlechtes Prüfungsergebnis – IWH steht vor Umbau

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
steht vor einer Umstrukturierung. Laut Landes-Wissenschaftsministerin
Birgitta Wolff (CDU) hat die außeruniversitäre Forschungseinrichtung
bei einer Überprüfung "denkbar schlecht" abgeschnitten. "Wir müssen
jetzt einen glaubwürdigen inhaltlichen Vorschlag für die Zukunft des
IWH machen", sagte Wolff der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung (Montagausgabe). Bei der Transfo