Rheinische Post: Die Pendler und die FDP

Tanken in Deutschland ist teuer wie nie. Mehr
als 1,70 Euro pro Liter Super sind fällig. Nach den Erfahrungen der
Vorjahre muss man davon ausgehen, dass es bis Ostern weiter aufwärts
geht. Die Preiselastizität von Urlaubern ist nun mal gering: Sie
müssen tanken, egal, wie hoch der Preis ist – und das nutzen die
Öl-Konzerne aus. So ärgerlich wie die Abzocke zur Osterzeit ist auch
der Ruf nach einer höheren Pendlerpauschale. Besonders bizarr ist,
dass er v

Rheinische Post: Steuer-Wahlkampf

Der politische Streit über die angemessene
Reaktion Deutschlands auf die Haftbefehle der Schweizer Justiz gegen
drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen lässt sich nur noch vor
dem Hintergrund der nahenden Landtagswahlen verstehen: Der
christdemokratische Bundesfinanzminister will sich nicht schützend
vor die Steuerfahnder werfen, die einem sozialdemokratischen
Landesfinanzminister unterstehen. Wolfgang Schäuble möchte zudem sein
recht gutes Verhältnis zur S

WAZ: Eine Chance leichtfertig vertan. Kommentar von Tobias Blasius

Mag sein, dass es im Gerangel um die Fördermillionen
für Elektromobilität um industriepolitische Prioritäten ging. Dann
hätten die deutschen Schwergewichte der Branche wie VW und Daimler
mit ihren Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg von
vornherein die bessere Startposition gehabt. Doch beim Buhlen um
Bundesgeld und internationale Aufmerksamkeit hat sich NRW auch nicht
besonders geschickt angestellt. Mit einem wilden Sammelsurium aus
Projekte

WAZ: Mächtige Muslimbrüder. Kommentar von Martin Gehlen

Vergessen sind die Schwüre, sich im
post-revolutionären Ägypten zu mäßigen. In den ersten zehn Monaten
nach dem Sturz ihres Erzfeindes Hosni Mubarak versprachen die
Muslimbrüder, den Weg an die Macht in kleinen Schritten zu gehen, um
das Ausland nicht zu verschrecken, Investoren nicht zu vertreiben und
das eigene Land nicht zu überfordern. Doch je näher in Ägypten der
für Ende Juni gesetzte Übergang von der Militärherrschaft auf e

Südwest Presse: Ulm, Leitartikel zu Deutsche Bahn, Ausgabe vom 03.04.2012

Ulm, Leitartikel zu Deutsche Bahn, Ausgabe vom
03.04.2012 Rüdiger Grube kommt mit dem ICE aus London, bequem und
superpünktlich. In Stuttgart mietet er sich ein Elektroauto von der
Bahn und lädt Winfried Kretschmann ein, um sich die Neubaustrecke
nach Ulm anzuschauen. "Kretschmann liebt dieses Projekt inzwischen",
ist sich der Bahn-Chef sicher. Das ist seine Vision vom Frühjahr
2020, wenn die neue Unternehmensstrategie aufgeht, die er jetzt
präsentierte.

NRZ: Syrien: der Aufstand wird zum Bürgerkrieg – Kommentar von JAN JESSEN

Was kann die Weltgemeinschaft tun, um dem
Blutvergießen in Syrien ein Ende zu bereiten? Die ernüchternde
Antwort lautet: wenig. Saudi-Arabien und Katar wollen die
Aufständischen jetzt mit Geld ausstatten, für Waffen, für Sold. Damit
gießen die beiden Golfstaaten Öl in das ohnehin schon lodernde Feuer,
das das ganze Land zu verbrennen droht. Aus dem Aufstand wird ein
Bürgerkrieg.

Oder besser: ein Stellvertreterkrieg. Die arabischen Golfstaaten
un

NRZ: Das Sorgerecht ist nicht mehr zeitgemäß – Kommentar von DENISE LUDWIG

Was unterscheidet einen verheirateten Vater von
einem unverheirateten? Die Antwort: bis auf den Trauschein nichts.
Deshalb ist es auch nicht einzusehen, warum verheiratete Väter den
ledigen bevorzugt behandelt werden sollen.

Immer mehr Paare leben ohne Trauschein zusammen, nicht jeder ist
überzeugt von der Institution Ehe. Mittlerweile wird beinahe jedes
dritte Kind nichtehelich geboren. Das zeigt: Das Sorgerecht ist nicht
mehr zeitgemäß. Zumal das Bundesverfassungs

Westfalenpost: Kommentar zu Erziehung / Familie / Väter gehören in die Verantwortung/ Die Bundesregierung holt ein Versäumnis auf /Von Stefan Hans Kläsener

Familie ist heute mehr als Vater-Mutter-Kind. Das
lehrt schon der Blick in die Nachbarschaft, in der verschiedenste
Lebensgemeinschaften vorkommen. Das Recht aber ist immer noch auf die
ehelich geborenen Kinder fokussiert. Kommt ein Kind unehelich zur
Welt, hatte bislang die Mutter das alleinige Sagen, wenn sie sich
nicht mit dem Vater auf das Sorgerecht verständigte. Das aber ist
nicht mehr zeitgemäß, und es ist betrüblich, dass es dazu Aufrufe
höchster Gerichte

NRZ: Erhöht die Pendlerpauschale! Kommentar von MICHAEL MINHOLZ

Den Verdacht, dass es den meisten Politikern ja doch
nur um Bonuspunkte beim Wahlvolk geht, wird man zwar nicht los.
Dennoch wurde es Zeit, die Debatte um die Pendlerpauschale zu
führen. Angesichts der horrenden Preissprünge an den Zapfsäulen kann
niemand mehr ernsthaft davon sprechen, dass eine Pauschale, die seit
acht Jahren nicht mehr angehoben wurde, noch angemessen hoch ist.

Es sei denn, man ist der Meinung, dass jeder Pendler, der lange
Strecken zurücklegt, um