"Die Deutschen nehmen ihre Gerichte sehr ernst,
oder?" – diese Frage richtete der französische Präsident Francois
Hollande vor Kurzem an die Kanzlerin. Sie dürfte genickt haben.
Deutschland nimmt vor allem das Bundesverfassungericht mehr als
ernst. Die Politik hat ihm zum Teil das Regieren delegiert. Seit 1951
hat das höchste deutsche Gericht wichtige Urteile gesprochen. Von
Parteienverbot bis Pendlerpauschale reichte das Spektrum. Am Mittwoch
sieht aber ganz E
Was die Generalversammlung für einen Verein, ist
das Management-Meeting für den Bertelsmann-Konzern. Zwar werden die
Weichen meist andernorts gestellt. Doch ob der Zug tatsächlich in der
gewünschten Richtung Fahrt aufnimmt, entscheidet sich zum guten Teil
auf dem Treffen. Hartmut Ostrowski gebrauchte bei seinem ersten
Auftritt auf dem Management-Meeting 2008 markige Worte, als er
ankündigte: »Wir wollen Löwen sein und keine Lämmer.« Den Umsatz
Die Anliegen des Naturschutzes sind berechtigt. Dass
Planer sie jahrelang nur unzureichend und unwillig berücksichtigt
haben, ist mit dem Grundsatzurteil zur A 143 von 2007 zu Recht
gestoppt worden. Seitdem wird anders geplant, teurer. So wird die A
143 umweltverträglicher. Das ist ein berechtigter Preis für den
Umweltschutz. Das wird aber auch dazu beitragen, dass so manches
Projekt noch später Realität wird. Nicht nur wegen der aufwendigeren
Planung. Sondern auch
Die OECD zähle allein die Abiturienten und
Hochschulabsolventen um die Bildungserfolge in ihren Mitgliedsländern
zu messen, vernachlässige aber das erfolgreiche deutsche Modell der
dualen Berufsausbildung, moniert die Bundesregierung. Nur deshalb
schneide Deutschland im internationalen Vergleich schlechter ab als
seine europäischen Nachbarn. Die duale Berufsausbildung, soll das
heißen, ist nicht weniger wert als ein Hochschulstudium. Nur ändert
auch die bes
Im Einzelfall scheinen die Erklärungen, so
hanebüchen sie auch sein mögen, noch irgendwie plausibel.
Vorausgesetzt, man bringt eine gewisse Gutgläubigkeit mit. Wer die
Erklärungen in der Summe noch plausibel findet, ist naiv. Noch immer
gibt es zwar kein Indiz dafür, dass der rechte Terror im Ganzen
staatlich unterstützt oder auch nur gebilligt wurde. Einzelne
Vertreter dieses Staates waren indes sehr wohl bereit, rechts ein
Auge zuzudrücken. Der R
Natürlich ist die Entscheidung keine einfache:
Wie das wenige Geld auf die klammen Städte verteilen? Was dabei
berücksichtigen? Dortmund und Duisburg haben viele
Hartz-IV-Empfänger, sind Oberzentrum wie Köln, Münster oder
Bielefeld, beherbergen deshalb Theater und Museen, von denen – ja –
auch profitiert, wer auf dem Land wohnt. Das kostet Geld, viel Geld.
Aber selbstredend haben auch ländliche Kommunen besondere
Bedürfnisse. Schüler haben weit
Zuerst die gute Nachricht: Fast 70 Prozent der
Auszubildenden sind mit ihrer Lehre zufrieden. Gesetzlich
vorgeschriebene betriebliche Ausbildungspläne und die enge Abstimmung
zwischen Betrieb und Berufskolleg zeigen Wirkung. Das Gros der Firmen
hat längst erkannt, dass gut ausgebildete Fachkräfte die Basis für
wirtschaftlichen Erfolg legen.Das darf den Blick auf
gravierende Mängel aber nicht verstellen. Jeder fünfte Auszubildende
ist mit der fachlichen Qualit&a
Weg vom Erdöl aus zumeist politisch fragwürdigen
Quellen, das war das Primärziel bei der Einführung einer festgelegten
und ständig ansteigenden Beimischung von Biosprit zu Diesel und
Benzin. Der ökologische Nutzen von nachwachsenden Spritpflanzen
sollte sich wie von selbst als Beifang einstellen. Und an das böse,
aber treffende Wort von Nahrung, die im Tank statt auf dem Teller
landet, dachte noch niemand. Sehr spät versucht Brüssel jetzt, dem in
Auf den ersten Blick scheint es schon ziemlich
dreist, ausgerechnet den zu beauftragen, den Ruf des Hauses wieder
herzustellen, der wie kein anderer dafür gesorgt hat, dass er –
beinahe – ruiniert worden ist. Auf den zweiten Blick indes macht die
Entscheidung der Deutschen Bank durchaus Sinn. Denn Anshu Jain, der
wohl erfolgreichste Investmentbanker, den Deutschlands führendes
Geldhaus je gehabt hat, weiß genau, wo der Hase im Pfeffer liegt. 100
Tage hat er Zeit bekommen, e
Wie sich die Bilder immer wieder ähneln: Auch
die Bundesfinanzminister der SPD, Hans Eichel und Peer Steinbrück,
waren einst fest der Ansicht, dass sie in Kürze einen ausgeglichenen
Haushalt ganz ohne Neuverschuldung vorlegen könnten. Auch
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble weiß schon, wann dieser Etat
mit der schwarzen Null aufgestellt sein soll: Im Jahr 2016 ist es so
weit. Die bisherigen Erfahrungen sprechen gegen die Kraft der
optimistischen Prognose