Mut zur Wahrheit

Klarstellung zum wohlwollenden Arbeitszeugnis: Arbeitnehmer müssen sich grundsätzlich mit der Note „befriedigend“ im Zeugnis zufriedengeben, wenn sie eine durchschnittliche Arbeitsleistung erbracht haben. Wenn sie ein Arbeitszeugnis begehren, das der Schulnote „gut“ bzw. „sehr gut“ entspricht, müssen sie den Nachweis dafür liefern. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit seiner Entscheidung vom 18.11.2014 (Az. 9 AZR 584/13) klargestellt und damit die Rechte von Arbeitgeber

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Mindestlohn

Dass Arbeitnehmer seit Anfang des Jahres einen
Mindestlohn erhalten, genießt in großen Teilen der Bevölkerung
Unterstützung. Niemand soll, so die weitläufige Meinung, in einem so
reichen Land wie Deutschland für einen Hungerlohn schuften müssen.
Klar ist aber auch, dass ein Beschäftigter, der monatlich brutto 1300
Euro verdient – das entspricht bei einer 38-Stunden-Woche dem
Mindestlohn – von diesem Geld keine Familie ernähren kann. Daher gibt

Märkische Oderzeitung: Frankfurt (Oder) Die Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, Doro Zinke, beklagt massive Probleme bei der Umsetzung des Mindestlohns bei Minijobbern

+++ Frankfurt (Oder) Die Vorsitzende des
DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, Doro Zinke, beklagt massive Probleme
bei der Umsetzung des Mindestlohns bei Minijobbern. "Es gibt
anscheinend bei Beschäftigten und Arbeitgebern kein richtiges Gefühl
dafür, dass man auch bei dieser Beschäftigungsart klaren Regeln
unterliegt", sagte sie der Märkischen Oderzeitung (Montagausgabe).
Oft würden 450-Euro-Kräfte unbezahlte Überstunden leisten müssen.
K

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Dagmar Unrecht zu Doping am Arbeitsplatz

Zu viel Stress macht krank. Diese Erkenntnis
ist nicht neu, viele Studien kommen zu dem Ergebnis. Die meisten
Beschäftigten verzichten zum Glück auch bei hohem Arbeitsdruck auf
leistungssteigernde Mittel. Doping im Job ist in Deutschland bisher
kein Massenphänomen, das ist eine der Kernaussagen des
DAK-Gesundheitsreports. Allerdings steigt die Bereitschaft, sich mit
Medikamenten aufzuputschen. Das ist gefährlich, denn während die
Wirkung des Hirndopings schnell ve

Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel von Martin Anton zum Lufthansa-Streik

Eine Feier gibt es wohl nicht. Wenn sich in
zwei Wochen der erste Streik in der aktuellen Tarifauseinandersetzung
zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit (VC) jährt, sind
eher weitere Streiks an deutschen Flughäfen als eine Einigung zu
erwarten. Gleichzeitig drohen Warnstreiks im Öffentlichen Dienst, in
der Chemie-Industrie und kaum jemand kann sich erinnern, wann Verdi
und Amazon sich zuletzt nicht in einer Tarifauseinandersetzung
befanden. So könnte 2015 t

Neue Westfälische (Bielefeld): Tönnies: Familienstreit um Fleischkonzern dauert bis zu zehn Jahre

Der Chef des Fleisch-Giganten Tönnies, Clemens
Tönnies, rechnet mit bis zu einem Jahrzehnt Familienstreit um die
Zukunft des Konzerns. "Vielleicht dauert es noch ein Jahr, vielleicht
noch fünf, vielleicht zehn Jahre, wer weiß das schon genau. Das liegt
einzig bei meinem Neffen und seinen Anwälten", sagte Tönnies der in
Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" (Samstagausgabe).
Tönnies betonte, er sei weiter gesprächsberei

WAZ: Der Schaden ist bereits entstanden. Kommentar von Stefan Schulte zur Chemie-Industrie

Sozialpartnerschaft ist ein großes Wort, das selten
ausgefüllt wird. Die Durchsetzung der eigenen Interessen steht in
Tarifauseinandersetzungen für Gewerkschaften wie Arbeitgeber
legitimerweise im Vordergrund. Das war auch in der Chemieindustrie
nie anders, allerdings mit dem einen großen Unterschied: Beide
Partner verzichteten dabei auf gegenseitige öffentliche Schelte mit
all ihrer Klassenkampf-Symbolik. Dieses pflegliche Miteinander
brachte den IGBCE-Funktion

Weser-Kurier: Kommentar von Frank Miener zur Lage bei WeserWind

Die Mitarbeiter haben jetzt die Wahl – aber haben
sie eine Wahl? Vier Monate Weiterbeschäftigung, dazu bezahlte
Qualifizierung: Das kann der vorläufige Insolvenzverwalter anbieten.
Sonst bleibt nichts außer dem Gang zur Arbeitsagentur. In einer
Region, in der es zwar bergauf geht, aber noch lange nicht alles im
grünen Bereich ist. Ja zur Transfergesellschaft – so sollten, so
müssen die Kollegen entscheiden, und zwar alle. Das ist bitter, aber
unausweichlich. &Aum