Rheinische Post: Neue Volkskrankheit

Ein Kommentar von Birgit Marschall:

mmer mehr Menschen in Deutschland müssen wegen einer psychischen
Erkrankung ins Krankenhaus. Längst führen psychische Störungen durch
Alkoholmissbrauch die Rangliste der 20 häufigsten Diagnosen in den
Kliniken an – sie liegen heute sogar noch vor der Herzschwäche.
Depressionen, Burn-out-Sydrom und Angststörungen – die lädierte
Psyche ist die Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Noch sind die
Ursachen nicht zufr

Rheinische Post: Ackermanns Stern

Ein Kommentar von Georg Winters:

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Mit der Ankündigung,
im nächsten Jahr Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank zu
werden, hat Josef Ackermann ein Stück Glaubwürdigkeit verspielt. Noch
vor vier Monaten hat er diesen Schritt kategorisch ausgeschlossen,
jetzt wird er 2012 der stärkste Aufseher, den die Bank je hatte –
mit einem Stern, der den der offiziellen Führungsfiguren überstrahlen
wird. Funktioniert

Rheinische Post: Die Tat von Oslo als Prüfstein

Ein Kommentar von Lothar Schröder:

Dieser Tage wird niemand schief angeschaut, der Anders Breivik die
Todesstrafe wünscht – dem mutmaßlichen, noch immer so furchtbar
selbstgewissen Massenmörder von Oslo. Das sind erste Impulse, die vom
Hass regiert und von der Verzweiflung genährt werden. Denn alles an
dieser Tat ist Wahnsinn, der sich den Kategorien unseres Verstandes
entzieht. Das Todesurteil aber ist keine Strafe; es ist pure
Vernichtung, mit der etwas f&uuml

WAZ: Sie wollen doch nur spielen. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Im Team gewinnen und verlieren. Spaß an der
Bewegung, Spaß am Wettkampf. Keine Frage: Viele Kinder lieben ihren
Mannschaftssport, sie wollen einfach nur spielen. Im Idealfall
begleitet sie der Sport bis ins Erwachsenenalter und vermittelt
soziale Kompetenzen, deren Wert sich im privaten und beruflichen
Leben zeigen wird.

Wenn nur nicht die Eltern wären, die samstags und sonntags am Feld
stehen, mit geballter Faust und mitunter einer Dose Bier ausgerüstet,
um dem

WAZ: Zu viel Bürokratie. Kommentar von Daniel Freudenreich

Es ist eine schlechte und gute Nachricht
zugleich, wenn sich immer mehr Menschen in eine Therapie begeben. Zum
einen entwickeln sich die psychischen Störungen zunehmend zur
Volkskrankheit, was Anlass zur Sorge bietet. Andererseits gehen die
Betroffenen heute offensiver mit ihrem Leiden um und lassen sich eher
helfen. Das ist der richtige Weg.

Entscheidend ist, dass die Erkrankten rasch Hilfe erhalten und
nicht ewig auf eine erste Therapiesitzung warten müssen. Eine
geände

WAZ: Bitte spenden! Kommentar von Gudrun Büscher

Somalia ist längst ein Synonym für alles Übel in der
Welt: ein Bürgerkriegsland, in dem islamische Extremisten, die El
Kaida nahe stehen, ganze Regionen beherrschen. Wo die Piraterie zum
florierenden Geschäft geworden ist und ein Leben nicht viel gilt.
Es gibt keine Sicherheit, keinen Frieden, keine Perspektive und
seit zwei Jahren auch keinen Regen mehr. Aber es gibt Menschen, viele
Menschen, die unter all dem schrecklich leiden. Tagelang quälen sich
Mütt

WAZ: Kontrolle ist nicht alles. Kommentar von Hayke Lanwert

Die Menschen in Norwegen hätten in ihrem Schock, in
ihrer Trauer sicher allen Grund, heftig auf das unfassbare Attentat
zu reagieren. Sie könnten mehr Polizeipräsenz fordern, sie könnten
dazu neigen, eine Verschärfung der Gesetze, eine Einschränkung von
Freiheiten als Garant für mehr Sicherheit in ihrem Land zu sehen.

Sie tun es nicht. Stattdessen gehen die Menschen auf die Straße,
dicht an dicht, zu Hunderttausenden und zeigen: Wir haben keine

Mitteldeutsche Zeitung: zur Rückkehr der Schaffner in Sachsen-Anhalts Züge

Künftig gilt der Standard: Fahrkarten muss es auch
im Zug geben. Und jederzeit muss ein Zugbegleiter als Ansprechpartner
da sein. Offenbar war es nicht möglich, die bestehenden Verträge mit
der Bahn entsprechend zu ändern. Umso wichtiger, dass diese
Regelungen nun für neue Ausschreibungen gelten. So kann jeder
Bahn-Betreiber entscheiden, ob er sich darauf einlässt. Mehr Personal
bedeutet schließlich mehr Kosten. Geld freilich, das gut angelegt
ist. Der Sc

Mitteldeutsche Zeitung: zu 100 Tage Landesregierung in Sachsen-Anhalt

Regierungschef Reiner Haseloff will einen anderen
Führungsstil pflegen als sein Vorgänger Wolfgang Böhmer. Er will
Probleme ausdiskutieren, statt Lösungen zu verordnen. Das hört sich
gut an und ist nötig. Doch so, wie er das bisher macht, wirkt es
nicht souverän sondern führungsschwach. Hundert Tage ist nicht viel
Zeit, aber viel hat die Regierung bislang auch nicht zustande
gebracht. Der Entwurf für den Landeshaushalt ist verabschiedet. Die
B