Die schlechte Nachricht zuerst: Den Griechen steht das Wasser bis
zum Hals. Die gute Nachricht: Trotz der Notlage glauben die
Kreditgeber, dass die Hellenen nicht im Schuldenmeer versinken.
Ansonsten hätten sie jetzt kaum weitere Hilfe freigegeben und,
wichtiger noch, ein zweites Rettungspaket in Aussicht gestellt.
Skepsis bleibt aber angebracht. Denn die Verschuldung ist mit mehr
als 300 Milliarden Euro derartig hoch und die Konjunktur so schwach,
dass jede weiter
Am Freitagnachmittag war allerorten ein Aufatmen
zu spüren. Die "Troika" aus Internationalem Währungsfonds (IWF),
EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) ist zu dem Ergebnis
gekommen, dass Griechenland seine Sparzusagen im Großen und Ganzen
erfüllt hat. Damit ist die Gefahr gebannt, dass dem hoch
verschuldeten Land kurzfristig der Geldhahn abgedreht wird.
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker ließ sich am Abend dahingehend
vernehmen, dass di
Europa arbeitet am nächsten
Rettungssprogramm für das ums finanzielle Überleben kämpfende
Griechenland. Ob dieses zweite Hilfsprogramm so weit trägt, bis sich
Griechenland wieder selbst finanzieren kann oder ob sich Schuldner
und Gläubiger damit nur eine weitere Schonfrist erkaufen können,
bevor am Ende doch eine erzwungene harte Umschuldung nötig wird, die
Griechenland aus der Euro-Zone katapultiert, kann niemand
vorhersagen. Aber wird es über
Nach dem Treffen der Kanzlerin mit den
Ministerpräsidenten ist ein breiter Konsens zur Energiewende ganz
nah. Merkel hat clever gehandelt, indem sie dem Drängen der
Länderchefs nach einem Stufenplan zum Atomausstieg flugs nachkam.
Aller Voraussicht nach gehen zwar nur drei der neun neueren Meiler
früher vom Netz als jüngst vorgesehen; dennoch ist dies ein Signal,
dass es Merkel ernst meint mit dem raschen Ausstieg. Das haben viele
bislang angezweifelt. Der Stufenp
Die Idee eines Tariftreue-Gesetzes mit öko-sozialem
Anstrich hat zunächst etwas Sympathisches. Die öffentliche Hand als
Muster-Auftraggeber, der anständige Mitarbeiter-Entlohnung
vorschreibt und obendrein den Eine-Welt-Gedanken und die
Frauenförderung zur Unternehmenspflicht erhebt – welch gelebtes
Vorbild in der kaltherzigen Konkurrenz um den besten Preis! Wer
jedoch sieht, wie mühevoll die rot-grünen Koalitionäre an ihrem
Tariftreue-Gesetz basteln
Fest steht: Firmen haben zu große Freiräume, um
Fördergelder regelrecht abzuzocken. Schärfere Kontrollen sind
notwendig. Aber auch dies: Eine klare Linie.
Das Wirtschaftsministerium scheint so manches Mal eine
Interpretation der Subventionskriterien über die
Landeshaushaltsordnung gestellt zu haben – auch mit der Begründung
des Landesinteresses. Hier muss es künftig eine klare Rangordnung
geben.
Mal 5 Millionen, mal 15: Seit Jahren sind chinesische Investoren
unter Deutschlands kleinen und mittelständischen Unternehmen auf
Einkaufstour. Von der Gummifabrik über Autoelektrik bis zum
Spezialmaschinenbauer war so ziemlich alles dabei. Jetzt aber ein
börsennotierter Elektronikhändler mit Milliardenumsatz, und zwar für
ein Vielfaches der bisher investierten Summen.
Eine Bedrohung ist das nicht. Im Gegenteil. Durch wirtschaftliche
Verflec
Die Ausgangslage ist klar, die Konsequenz daraus
völlig unklar. Klar ist, dass die erhoffte Energiewende weg vom
Atomstrom nur gelingen kann, wenn erneuerbare Energien deutlich mehr
leisten als bisher – der Anteil von Sonne, Wind und Wasser an der
Elektrizitätserzeugung muss sich binnen zehn Jahren mindestens
verdoppeln.Unklar ist jedoch, was diese in der Welt wohl einmalige
Systemwende kostet. Unklar ist zudem, wie die inzwischen auf jährlich
etwa 11 Mrd. Euro explodierten &
Sachsen-Anhalt will mit dem Atomausstieg den Anteil
der Braunkohle in der Stromversorgung ausbauen. Die Landesregierung
setzt sich für den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks und den
Aufschluss eines Tagebaus im Süden des Landes ein. "Speziell für
unser Land muss die Braunkohle eine Option sein, um die
Energieversorgung zu gewährleisten", sagte Wirtschaftsministerin
Birgitta Wolff (CDU) der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung (Donnerstagausgabe).
Auch das ist Globalisierung: Erstmals übernimmt ein
international tätiger Konzern aus China ein größeres börsennotiertes
Unternehmen aus Deutschland. Das Medion-Lenovo-Geschäft ist ein
Beispiel dafür, dass multimillionenschwere Übernahmen über
Ländergrenzen hinweg nicht immer gleich feindliche Übernahmen sein
müssen – und Ängste heraufbeschwören wie im Fall Hochtief. Denn
anders als beim größten deutschen Bau