Neue OZ: Kommentar zu EU / Finanzen / Griechenland

Teufelskreis

Die schlechte Nachricht zuerst: Den Griechen steht das Wasser bis
zum Hals. Die gute Nachricht: Trotz der Notlage glauben die
Kreditgeber, dass die Hellenen nicht im Schuldenmeer versinken.
Ansonsten hätten sie jetzt kaum weitere Hilfe freigegeben und,
wichtiger noch, ein zweites Rettungspaket in Aussicht gestellt.

Skepsis bleibt aber angebracht. Denn die Verschuldung ist mit mehr
als 300 Milliarden Euro derartig hoch und die Konjunktur so schwach,
dass jede weiter

Börsen-Zeitung: Im Bann der Konjunktur, Marktkommentar von Dieter Kuckelkorn

Am Freitagnachmittag war allerorten ein Aufatmen
zu spüren. Die "Troika" aus Internationalem Währungsfonds (IWF),
EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) ist zu dem Ergebnis
gekommen, dass Griechenland seine Sparzusagen im Großen und Ganzen
erfüllt hat. Damit ist die Gefahr gebannt, dass dem hoch
verschuldeten Land kurzfristig der Geldhahn abgedreht wird.
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker ließ sich am Abend dahingehend
vernehmen, dass di

Frankfurter Neue Presse: zum neuen Rettungsprogramm für Griechenland:
„Keine Lösung für Griechenland in Sicht“
Ein Kommentar von Panagiotis Koutoumanos

Europa arbeitet am nächsten
Rettungssprogramm für das ums finanzielle Überleben kämpfende
Griechenland. Ob dieses zweite Hilfsprogramm so weit trägt, bis sich
Griechenland wieder selbst finanzieren kann oder ob sich Schuldner
und Gläubiger damit nur eine weitere Schonfrist erkaufen können,
bevor am Ende doch eine erzwungene harte Umschuldung nötig wird, die
Griechenland aus der Euro-Zone katapultiert, kann niemand
vorhersagen. Aber wird es über

WAZ: Die grüne Kanzlerin
– Kommentar von Daniel Freudenreich

Nach dem Treffen der Kanzlerin mit den
Ministerpräsidenten ist ein breiter Konsens zur Energiewende ganz
nah. Merkel hat clever gehandelt, indem sie dem Drängen der
Länderchefs nach einem Stufenplan zum Atomausstieg flugs nachkam.
Aller Voraussicht nach gehen zwar nur drei der neun neueren Meiler
früher vom Netz als jüngst vorgesehen; dennoch ist dies ein Signal,
dass es Merkel ernst meint mit dem raschen Ausstieg. Das haben viele
bislang angezweifelt. Der Stufenp

WAZ: Gut gemeint ist nicht gut gemacht
– Kommentar von Tobias Blasius

Die Idee eines Tariftreue-Gesetzes mit öko-sozialem
Anstrich hat zunächst etwas Sympathisches. Die öffentliche Hand als
Muster-Auftraggeber, der anständige Mitarbeiter-Entlohnung
vorschreibt und obendrein den Eine-Welt-Gedanken und die
Frauenförderung zur Unternehmenspflicht erhebt – welch gelebtes
Vorbild in der kaltherzigen Konkurrenz um den besten Preis! Wer
jedoch sieht, wie mühevoll die rot-grünen Koalitionäre an ihrem
Tariftreue-Gesetz basteln

OV: Meine Meinung: Klare Linie
ist notwendig Von Giorgio Tzimurtas

Fest steht: Firmen haben zu große Freiräume, um
Fördergelder regelrecht abzuzocken. Schärfere Kontrollen sind
notwendig. Aber auch dies: Eine klare Linie.

Das Wirtschaftsministerium scheint so manches Mal eine
Interpretation der Subventionskriterien über die
Landeshaushaltsordnung gestellt zu haben – auch mit der Begründung
des Landesinteresses. Hier muss es künftig eine klare Rangordnung
geben.

Pressekontakt:
Oldenburgische Volkszeitung
Uwe Harin

Neue OZ: Kommentar zu Handel / Elektronik / Computer

Keine Bedrohung

Mal 5 Millionen, mal 15: Seit Jahren sind chinesische Investoren
unter Deutschlands kleinen und mittelständischen Unternehmen auf
Einkaufstour. Von der Gummifabrik über Autoelektrik bis zum
Spezialmaschinenbauer war so ziemlich alles dabei. Jetzt aber ein
börsennotierter Elektronikhändler mit Milliardenumsatz, und zwar für
ein Vielfaches der bisher investierten Summen.

Eine Bedrohung ist das nicht. Im Gegenteil. Durch wirtschaftliche
Verflec

Börsen-Zeitung: Radikalschwenk vonnöten, Kommentar zur Solarindustrie von Ulli Gericke

Die Ausgangslage ist klar, die Konsequenz daraus
völlig unklar. Klar ist, dass die erhoffte Energiewende weg vom
Atomstrom nur gelingen kann, wenn erneuerbare Energien deutlich mehr
leisten als bisher – der Anteil von Sonne, Wind und Wasser an der
Elektrizitätserzeugung muss sich binnen zehn Jahren mindestens
verdoppeln.Unklar ist jedoch, was diese in der Welt wohl einmalige
Systemwende kostet. Unklar ist zudem, wie die inzwischen auf jährlich
etwa 11 Mrd. Euro explodierten &

Mitteldeutsche Zeitung: Energie
Landesregierung Sachsen-Anhalts macht sich für neues Braunkohlekraftwerk stark

Sachsen-Anhalt will mit dem Atomausstieg den Anteil
der Braunkohle in der Stromversorgung ausbauen. Die Landesregierung
setzt sich für den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks und den
Aufschluss eines Tagebaus im Süden des Landes ein. "Speziell für
unser Land muss die Braunkohle eine Option sein, um die
Energieversorgung zu gewährleisten", sagte Wirtschaftsministerin
Birgitta Wolff (CDU) der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung (Donnerstagausgabe).

WAZ: Vergoldetes Lebenswerk
– Kommentar von Sven Frohwein

Auch das ist Globalisierung: Erstmals übernimmt ein
international tätiger Konzern aus China ein größeres börsennotiertes
Unternehmen aus Deutschland. Das Medion-Lenovo-Geschäft ist ein
Beispiel dafür, dass multimillionenschwere Übernahmen über
Ländergrenzen hinweg nicht immer gleich feindliche Übernahmen sein
müssen – und Ängste heraufbeschwören wie im Fall Hochtief. Denn
anders als beim größten deutschen Bau